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Politik - 17.06.2019

Trump wirft „New York Times“ Hochverrat vor

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US-Präsident Donald Trump (73) attackiert die „New York Times“ mit bisher ungeahnter Schärfe!

Nachdem die Zeitung am Samstag eine geheime Cyber-Strategie des US-Militärs gegen Russland enthüllt hatte, tobte Trump auf Twitter: „Das ist virtueller Hochverrat von einer einst großartigen Zeitung, die verzweifelt eine Geschichte braucht, auch wenn sie schlecht für unser Land ist (…)!“

Do you believe that the Failing New York Times just did a story stating that the United States is substantially increasing Cyber Attacks on Russia. This is a virtual act of Treason by a once great paper so desperate for a story, any story, even if bad for our Country…..

— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) June 16, 2019

▶︎ In der Story, die Trump zum Platzen brachte, enthüllten die Journalisten: Das US-Militär soll sich in das russische Gas- und Stromnetzwerk gehackt und dort Schadsoftware installiert haben!

Der „New York Times“ zufolge soll die Hack-Aktion Russlands Präsident Wladimir Putin (66) klar machen, dass sich die USA russische Cyber-Angriffe nicht länger gefallen lassen werden. Denn: Im Ernstfall könnte Washington russische Energienetzwerke per Knopfdruck lahmlegen.

Russen führen seit Jahren Cyber-Krieg gegen USA

Seit spätestens 2008 attackierten Hacker der russischen Regierung immer wieder Ziele in den USA. Damals drangen sie in streng vertrauliche Kommunikationsnetzwerke des Pentagons ein. Der damalige Präsident Barack Obama (57) schuf deshalb eine eigene Hacker-Behörde, das Cyber Command – befahl aber selber keinen Gegenschlag.

▶︎ Empörender Höhepunkt des Cyber-Kriegs bisher: Während des Präsidentschaftswahlkampfs von 2016 drangen russische Hacker in Datenbanken der Demokratischen Partei ein und veröffentlichten Tausende Emails mit dem Ziel, der Kandidatin Hillary Clinton zu schaden.

Cyber-Experten zufolge hat es Russland seitdem geschafft, sich in mehrere amerikanische Atomkraftwerke zu hacken. Die Fachleute kamen den Russen auf die Schliche, nachdem Hacker des Kremls im Dezember 2015 die Stromversorgung im Westen der Ukraine lahmlegten.

Trumps Untergebene haben kein Problem mit Enthüllung

Präsident Trump warf der „New York Times“ in einem weiteren Tweet neben Hochverrat auch Lügen vor: „Alles ist möglich mit unseren korrupten Medien von heute. Sie tun oder sagen alles, was nötig ist, ohne den geringsten Gedanken an die Konsequenz.“ Er widersprach damit seinen eigenen Mitarbeitern.

…..ALSO, NOT TRUE! Anything goes with our Corrupt News Media today. They will do, or say, whatever it takes, with not even the slightest thought of consequence! These are true cowards and without doubt, THE ENEMY OF THE PEOPLE!

— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) June 16, 2019

▶︎ Denn: Der Nationale Sicherheitsrat der USA sah in der detaillierten Berichterstattung der „New York Times“ kein Problem für die nationale Sicherheit.

Auch John Bolton (70), Trumps Berater für Nationale Sicherheit, machte aus den neuen Cyber-Ambitionen der USA kein Geheimnis. Im vorigen Jahr sei es höchste Priorität der Geheimdienste gewesen, eine Antwort auf die massive Einmischung Russlands in den Präsidentschaftswahlkampf zu finden. Aber jetzt erweitere die USA „die Bereiche, in denen wir bereit sind zu handeln“, so Bolton am Dienstag.

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Wurde Trump nicht einmal über die Geheim-Strategie informiert?

Wie die „New York Times“ berichtet, hätten Pentagon und Geheimdienste gezögert, Präsident Trump über die neue Cyber-Strategie zu informieren. Sie sollen Angst gehabt haben, er könne Details an Amerikas Feinde preisgeben.

▶︎ Wie zuletzt 2017: Vor Russlands Außenminister Sergej Lawrow (69) prahlte Donald Trump damals mit eigentlich streng geheimen Informationen über den „Islamischen Staat“. Die Infos wurden ihm allerdings vom israelischen Mossad zugespielt. Der Vorfall stellte die Vertrauenswürdigkeit amerikanischer Geheimdienste weltweit in Frage.

Zwei Regierungsbeamte erzählten der Zeitung deshalb, sie glaubten nicht, dass Donald Trump über die Geheim-Pläne überhaupt informiert wurde.

Ziel der Hacker-Attacken gegen russische Strom- und Gasnetzwerke: So soll verhindert werden, dass sich der Kreml in den US-Präsidentschaftswahlkampf im Jahr 2020 einmischt.

„Das ist Kanonenboot-Politik für das 21. Jahrhundert“, erklärt Jura-Professor Richard M. Chesney der „New York Times“. „Wir zeigen dem Gegner, dass wir ihm ernsthaften Schaden zufügen können, ohne viel zu machen. Früher parkten wir Schiffe in Sichtnähe von Küsten. Heute verschaffen wir uns Zugang zu Schlüsselsystemen wie dem Energienetzwerk.“

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