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Politik - 17.06.2019

Trump feuert dreiUmfrage-Experten

Seine Kritiker werfen ihm vor, dass er es nicht so mit der Wahrheit hat und oft „alternative Fakten“ bevorzugt. Jetzt gab er ihnen neue Munition.

Donald Trump (73) feuerte gleich drei Umfrage-Institute seiner Wahlkampagne. Grund: Er war mit den Ergebnissen ihrer Untersuchungen unzufrieden.

Sie hatten ihn in mehreren Staaten wie Pennsylvania, Michigan, Wisconsin oder Florida hinter dem demokratischen Präsidentschaftskandidaten und Ex-Vizepräsidenten Joe Biden (76) gesehen. Und zwar in zweistelligen Prozentzahlen!

Trump war über das Ergebnis so wütend, dass er die Existenz der Umfragen schlicht abstritt – und sie seit März unter Verschluss hielt. Doch in der vergangenen Wochen waren sie dann an die Medien durchgesickert und von der „New York Times“ sowie den landesweiten TV-Sendern „NBC“ und „ABC“ veröffentlicht worden.

Prompt kam es zum Riesenkrach in Trumps Kampagne. Gestern ordnete er nun eine „Säuberungsaktion“ in den Reihen seines Teams an.

Was den Vorfall brisant macht: Eines der Umfrage-Unternehmen, „CRC Public Relations“, ist die ehemalige Firma seiner engen Vertrauten Kellyanne Conway (52). Die Umfrage-Expertin hatte Trump 2016 als letzte Kampagnen-Managerin zum Sieg geführt.

Die beiden anderen Umfrage-Experten, die ihren Hut nehmen mussten: Adam Geller, der früher für New Jerseys Gouverneur Chris Christie (56) arbeitete. Und Michael Baselice, der Kaliforniens ehemaligen Gouverneur Arnold Schwarzenegger (71) beraten hatte.

Der Rauswurf der drei Firmen kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Denn schon am Montag wird Trump in Orlando (Florida) offiziell seine Kampagne starten. Eigentlich wollte er hier Stärke und Überlegenheit demonstrieren. Doch nun spricht alles über die miesen Ergebnisse seines eigenen Teams.

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Tatsächlich waren die Zahlen verheerend für den Ex-Entertainer. Denn er lag nicht nur in den klassischen „Kampf-Staaten“ hinten, sondern auch noch in Iowa, North Carolina, Georgia, Main, Minnesota und Ohio. Und sogar im ultrakonservativen Texas lag Trump mit nur zwei Prozent vor Biden.

Trumps Kampagnen-Manager Brad Parscale (43) hatte sich plötzlich in einer problematischen Situation wiedergefunden. Denn sein Chef hatte die Umfragen als „gefälscht“ bezeichnet und über die internen Zahlen erklärt: „Sie sind unglaublich stark.“

Parscale legte daraufhin einen Eiertanz hin. Er bestätigte zwar die Ergebnisse der Umfragen, spielte sie dann aber herunter: „Diese durchgesickerten Zahlen sind uralt“, sagte er. „In der Zwischenzeit ist der Mueller-Bericht veröffentlicht worden, der den Präsidenten entlastet hat und die Demokraten haben sich durch eine links-extreme Botschaft definiert.“

Im Klartext: Die Umfragen stimmten im März. Aber heute liegt Trump natürlich weit vorn. Bleibt die Frage: Warum dann jetzt die Säuberungsaktion?

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