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Politik - 02.02.2019

Was vor 40 Jahren geSCHAH

Es war das Ende des modernen Irans, der erste Schritt zurück ins Mittelalter der Scharia-Herrschaft!

Vor 40 Jahren, am 1. Februar 1979, kehrte Ayatollah Chomeini in den Iran zurück. Ein herrlicher Wintermorgen. Auf dem Flughafen Teheran-Mehrabad scheint die Sonne grell auf die Boeing 747-100 aus Paris. Die Ausstiegstür öffnet sich und ein 78-jähriger Greis mit weißem Bart und schwarzem Turban tastet sich die Gangway hinab.

14 Jahre hat Chomeini auf diesen Moment gewartet. 1964 floh er vor dem Schah außer Landes. Jetzt hat er selbst Persiens Kaiser vertrieben. SEINE Revolution hat Reza Pahlavi (60), diese „Marionette des Westens und der Amerikaner“, in die Flucht geschlagen.

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Fünf Millionen Menschen in den Straßen Teherans danken es ihrem Imam an diesem Morgen. „Chomeini, wir folgen dir“ und „Allah ist groß“ schreien sie und springen begeistert auf Dach und Motorhaube des weißen Chevrolet, der den Ayatollah durch die Stadt fährt.

Chomeini erklärt in einer Rede das alte, brutale Schah-Regime mit Tausenden Folteropfern und politischen Gefangenen für beendet: „Ich werde die neue Regierung bestimmen … Wir werden die Gesetze der islamischen Religion einführen“ – eine brutale Mullah-Diktatur ersetzt die verhasste Schah-Herrschaft.

Noch jubeln die Perser. Aber wie instabil die politische Lage ist, können sie an den Fernsehgeräten verfolgen. Der Live-Bericht von Chomeinis Ankunft wird plötzlich unterbrochen, es erscheint ein Schah-Foto, dazu die Nationalhymne. Die Armee hat kurzzeitig den TV-Kanal gekapert.

Doch die Macht der Generäle wird bald gebrochen. Knapp zwei Wochen versinkt das Land im Bürgerkrieg, Tausende sterben. Polizei und Soldaten laufen am Ende zu den Putschisten über oder ergeben sich.

Kasernen, Gefängnisse, Folterkeller der berüchtigten Savak-Geheimpolizei werden gestürmt, Gefangene wie Helden aus den Zellen getragen.

Auf dem Areal des prächtigen Niavaran-Palastes des Schahs (9000 Quadratmeter) stoßen die Aufständischen auf Prunk und Reichtum des alten Regimes: goldene Wasserhähne, Gemälde, Juwelen-bestickte Staatsroben, sogar ein Privat-Kino hinterließ die Kaiser-Familie.

Dazu die gewaltige Auto-Sammlung des Schahs: drei Rolls-Royce, sechs Motorräder, ein Schneemobil und G-Klasse-Geländewagen, die Pahlavi (damals Groß-Aktionär bei Daimler) für sich und seine Armee angeschafft hatte.

20 000 waren noch kurz vor seiner Abdankung bestellt worden – einer der Gründe, warum Mercedes das kantige Modell überhaupt in die Serienproduktion gab …

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