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Politik - 16.06.2019

Iraner schossen Raketeauf US-Drohne

Quelle: BILD/The Mirror
2:30 Min.

In der Tanker-Krise am Golf von Oman erheben die USA neue schwere Vorwürfe gegen den Iran!

Die iranischen Revolutionsgarden sollen nach dem Angriff auf die Tanker „Front Altair“ erfolglos versucht haben, eine US-Drohne mit einer Flugabwehr-Rakete abzuschießen. Das berichtete ein Sprecher des amerikanischen Militärs.

▶︎ Grund für den Raketen-Angriff demnach: Die US-Drohne hatte den Brand auf der „Front Altair“ am Donnerstag gefilmt. Die US-Armee vermutet, dass die iranische Rakete (Typ SA-7) die Überwachung verhindern sollte. Die Drohne hatte offenbar gefilmt wie ein Boot der Revolutionsgarden, eine Elite-Einheit des iranischen Regimes, an einem der betroffenen Tanker andockte.

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USA, Großbritannien und Saudis beschuldigen Iran

Die neuesten Erkenntnisse des amerikanischen Militärs verleihen den Anschuldigungen von Präsident Donald Trump (73) neues Gewicht. Der hatte sich am Freitag geäußert und hält den Iran für die treibende Kraft hinter der Attacke.

Kurz nach der Erklärung des US-Präsidenten schloss sich auch Großbritannien an: Teheran stecke nach Einschätzung seiner Regierung mit „an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ hinter den Attacken, sagte der britische Außenminister Jeremy Hunt.

Das US-Militär veröffentlichte zum Beweis der Anschuldigung ein Schwarz-Weiß-Video. Es soll zeigen, wie sich iranische Streitkräfte nach der Attacke mit einem Schnellboot der Revolutionsgarden (Typ „Gaschti“) der deutschen „Kokuka Courageous“ nähern und sich an dem Schiff zu schaffen machen. Die Boot-Terroristen entfernten wohl gerade eine nicht explodierte Haftmine.

Am Sonntag machte auch der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman den Iran für die Angriffe verantwortlich. Sein Land wolle keinen Krieg, sagte er in einem Interview. Aber: „Wir werden nicht zögern, jeder Bedrohung für unser Volk, unsere Souveränität und unsere lebenswichtigen Interessen zu begegnen.“

Der Iran sei derjenige, der die Lage in der Region eskaliere und terroristische Angriffe verübe, entweder direkt oder über ihm treue Milizen. „Das zeigt deutlich den Kurs des iranischen Regimes und seine Absichten, die auf die Sicherheit und Stabilität der Region abzielen.“

Iran bestellt britischen Botschafter ein – aber der dementiert

Der Iran wies zuvor – wie gewohnt – die Vorwürfe als „gegenstandslos“ zurück. Und bestellte am Samstag den britischen Botschafter ins Außenministerium in Teheran ein – wegen „falscher“ Erklärungen des britischen Außenministers Jeremy Hunt zu den Angriffen auf die Öltanker, hieß es in einer Erklärung des Ministeriums.

▶︎ ABER: Der britische Botschafter Rob Macaire dementierte, ins Außenministerium bestellt worden zu sein. Entsprechende Berichte iranischer Medien bezeichnete er am Sonntag auf Twitter als „interessant und mir neu.“ Stattdessen habe er selbst um ein Treffen gebeten.

Der iranische Parlamentspräsident Ali Laridschani beschuldigte die USA, hinter den Angriffen zu stecken. „Es scheint, dass die verdächtigen Handlungen auf den Tankern im Golf von Oman die Wirtschaftssanktionen (der USA gegen den Iran) vervollständigen, denn sie (die USA) haben keinerlei Resultate mit diesen Sanktionen erzielt“, sagte er am Sonntag im Parlament in Teheran.

Als „Beweis“ führte Laridschani eine irre Verschwörungstheorie an: Statt den Japanern hätten die USA beim Angriff auf Pearl Harbor „ihre eigenen Schiffe ins Visier genommen“ um den Eintritt in den Zweiten Weltkrieg zu rechtfertigen.

Tanker werden abgeschleppt

Wie ein Sprecher der Reederei Frontline sagte, wird der norwegische Öltanker „Front Altair“ abgeschleppt und aus iranischen Gewässern herausgebracht. Ein Rettungsteam solle zunächst den Schaden abschätzen. Im Raum steht außerdem, die Tanker-Ladung Naphta – ein Erdölderivat – auf ein anderes Schiff umzuladen.

Die Besatzung des Tankers wurde inzwischen in die Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ausgeflogen. Nach Angaben der Reederei handelt es sich um elf Russen, einen Georgier und elf Philippiner. Es gehe ihnen allen gut und sie seien im Iran gut behandelt worden.

Widersprüchliche Angaben gibt es allerdings dazu, wohin die „Front Altair“ gebracht wird. Wie die Deutsche Presse-Agentur meldet, soll das Rettungsteam entscheiden, wo das Schiff hingeschleppt wird.

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Laut der Nachrichtenagentur AFP soll die „Front Altair“ Kurs auf die Vereinigten Arabischen Emirate nehmen und in Fudschaira oder Chor Fakkan anlegen. Dorthin soll auch das zweite Schiff, die deutsche „Kokuka Courageous“, gebracht werden. Das habe die japanische Reederei Kokuka am Samstag mitgeteilt.

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