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Sport - 25.10.2018

„Natürlich halte ich weiter zum DFB-Team“

Mesut Özil hat lange geschwiegen. Jetzt äußerte sich der Spielmacher des FC Arsenal via Twitter zu seinem Verhältnis zur Nationalmannschaft. Auch über einen möglichen Wechsel in die Türkei hat er sich Gedanken gemacht. 0

Sein Rücktritt hallt bis heute nach. Nach dem blamablen Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft hat Mesut Özil in einer dreiteiligen Erklärung seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Er fühlte sich wegen des umstrittenen Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zum Sündenbock abgestempelt. Seine Erklärung gipfelte in einer persönlichen Attacke gegen DFB-Chef Reinhard Grindel, dem er Rassismus vorwarf.

Özil, der immer als einer der Lieblingsschüler Joachim Löws gegolten hatte, reagierte nicht auf Anrufe des Nationaltrainers. Es schien als sei der Graben zwischen dem 30-Jährigen und den Verantwortlichen beim Deutschen Fußballbund unüberwindbar. Doch jetzt zeigte sich der Weltmeister von 2014 etwas versöhnlich und äußerte sich erstmals seit seinem Rücktritt zu seinem Verhältnis zur Nationalmannschaft.

„Ich habe seit meiner Kindheit zur DFB-Mannschaft gehalten, und ich habe immer noch viele Freunde in der deutschen Nationalmannschaft. Natürlich halte ich weiter zu dem Team”, schrieb der Spielmacher des FC Arsenal bei Twitter zu einer entsprechenden Frage eines Fans.

Mitte des Monats hatte Özil auf Glückwünsche des Nationalteams zu seinem 30. Geburtstag direkt reagiert und sich über die sozialen Netzwerke bedankt. Zuvor hatte die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) dem Weltmeister von 2014 auf den gleichen Wegen gratuliert.

Wechsel in die Türkei nicht ausgeschlossen

Özil ist seit Wochen in bestechender Form. Zuletzt glänzte er bei Arsenals 3:1 gegen Leicester City mit einem Tor und einer Vorlage. Trainer Unai Emery hat ihn zum Kapitän der Londoner gemacht. Viel wichtiger war aber sein ehemaliger Coach Arsene Wenger für seine Karriere. „Er hat mich immer geschützt und unterstützt so gut er konnte. Ich bin sehr dankbar, dass er mein Trainer gewesen ist. Ich würde es lieben, ihn bald wieder als Trainer zu sehen“, schrieb Özil.

Einen Wechsel in die Türkei mochte Özil nicht ausschließen: „Schwierige Frage! Aber ich würde sagen: sage niemals nie!“

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