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Sport - 20.11.2018

DFB verbannt Pocher-Torjubel aus dem Stadion

Zwölf Jahre wurden die Fans mit Oliver Pochers „Schwarz und Weiß“ beschallt, wenn die deutsche Nationalmannschaft ein Tor geschossen hat. Damit ist jetzt Schluss. Beim Spiel gegen die Niederlande gab es ein neues Lied. 0

Timo Werner musste über zwölf Stunden warten. Der Stürmer hatte zuletzt beim 2:1 vor der Weltmeisterschaft gegen Saudi-Arabien getroffen. Im bedeutungslosen Spiel der Nations League gegen die Niederlande war es endlich wieder soweit. Serge Gnabry spielte in der neunten Minuten einen feinen Pass auf den Stürmer. Werner nahm den Ball mit dem Kopf mit und schoss ihn mit rechts aus 22 Metern flach ins linke Eck. Jasper Cillessen streckte sich vergebens, der Ball zappelte im Netz.

Die bis dahin ruhigen Fans in der Schalker Arena sprangen auf und jubelten. Doch etwas war anders an diesem Montagabend um 20.54 Uhr in Gelsenkirchen. Über die Stadionboxen schallte nicht das ewige „Schwarz und Weiß“ von Oliver Pocher, mit dem seit zwölf Jahren die Tore der deutschen Nationalmannschaft bei Heimspielen bedudelt werden.

Ein Fehler der Stadionregie? Offensichtlich nicht, wie sich in der 20. Minute zeigte. Leroy Sané traf zum 2:0 gegen die Niederländer und wieder bekamen die Anhänger im Stadion nicht die offizielle DFB-Fanhymne zu hören. Noch bei 3:0 gegen Russland am vergangenen Donenrstag in Leipzig ertönte der Pocher-Song nach jedem Tor der Nationalmannschaft.

Jetzt erklingt Mark Forster nach den Toren

In Gelsenkirchen verbannte der DFB das Lied des 40-jährigen Comedians aus dem Stadion. Ruhig blieb es nach den Treffern aber nicht. Statt „Schwarz und Weiß“ lief „Chöre“ von Mark Forster im Stadion.

„Ich lass‘ Konfetti für dich regnen. Ich schütt‘ dich damit zu. Ruf deinen Namen aus allen Boxen, der beste Mensch bist du. Ich roll‘ den roten Teppich aus. Durch die Stadt, bis vor dein Haus. Du bist das Ding für mich. Und die Chöre singen für dich, Oh oh oh oh“, heißt es in dem Song des Popkünstlers. Auch wenn es nichts mit Fußball zu tun hat – etwas Neues nach zwölf Jahren Pocher.

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