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Politik - 15.07.2019

Sie steckt hinter demBriten-Botschafter-Skandal

Am Mittwoch trat der britische Botschafter in den USA, Kim Darroch (65), zurück. Nachdem interne Mails durchgestochen wurden, bezeichnete Donald Trump (73) ihn als „sehr dummen Typen“. Die britische „Mirror“ will nun enthüllt haben, wer wirklich hinter dem ganzen Skandal steckt.

Die Journalistin Isabel Oakeshott (45) veröffentlichte vergangene Woche die internen Mails des Botschafters in der „Mail on Sunday“. Darin bezeichnete Darroch den US-Präsidenten als „inkompetent“ und „unsicher“. Trumps Reaktion: Er kündigte an, bis auf weiteres nicht mehr mit dem Botschafter zu verhandeln.

Pikantes Detail: Oakeshott ist nicht irgendeine Reporterin, sondern auch seit einem Jahr die Freundin von Richard Tice (54) – er ist der Vorsitzende der Brexit-Partei …

Nach Darrochs Rücktritt twitterte Tice über eine mögliche Nachfolge: „Es sollte ein Pro-Brexit-Geschäftsmann sein, der Freihandelsgespräche mit den USA beschleunigen kann.“

Darroch has finally made the right decision. The Tory Govt look ridiculous for having tried to defend the indefensible. Now it’s time for a pro Brexit businessman to be appointed who can lead a quick US trade deal.

— Richard Tice (@TiceRichard) July 10, 2019

Sofort wurde spekuliert, ob der Parteivorsitzende den Job selber haben möchte. Dazu äußerte er sich jedoch schnell auf Twitter: „Verschwörungstheoretiker, die denken ich will den US-Botschafter-Job liegen völlig falsch. Lächerliche Vermutung.“

Conspiracy theorists who think I want US Ambassador job totally wrong. Ridiculous suggestion! But other senior pro Brexit businessperson would do great job promoting U.K. & securing quick trade deal. I’m 100% focussed on chairing @brexitparty_uk & likely Autumn election

— Richard Tice (@TiceRichard) July 13, 2019

Zwar möchte Oakeshott ihren Beziehungsstatus nicht kommentieren, sie sagt jedoch: „Richard (Tice, Anm. d. Red.) hatte nichts mit den E-Mails zu tun. Er hat sie nie gesehen, sich nie mit ihnen befasst und er spielte auch keine Rolle bei ihrer Beschaffung.“

Als Journalistin wüsste sie aber natürlich, wie verlockend es sei, eine derartige Geschichte daraus zu machen: „Es gibt jedoch keine Verbindung zwischen ihm (Richard Tice, Anm. d. Red.) und dem Botschafter-Skandal.“

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Trump kündigt Atomabkommen wegen Obama

Mittlerweile sind weitere geheime Einschätzungen des früheren britischen Botschafters Kim Darroch zu US-Präsident Donald Trump an die Öffentlichkeit gelangt.

Wie die britische Zeitung „Mail on Sunday“ am Samstag berichtete, zog sich Trump nach Einschätzung des damaligen Botschafters im Mai 2018 aus dem Atomabkommen mit dem Iran zurück, weil dieses mit seinem Vorgänger Barack Obama in Verbindung gebracht wurde.

Die US-Regierung „setzt auf einen Akt des diplomatischen Vandalismus, anscheinend aus ideologischen und persönlichen Gründen – es war Obamas Deal“, schrieb Darroch in einem diplomatischen Bericht im Mai 2018.

Trump hatte im Mai 2018 das internationale Atomabkommen mit dem Iran einseitig aufgekündigt und neue Finanz- und Handelsbeschränkungen gegen Teheran verhängt. Ein Jahr später kündigte die iranische Regierung den schrittweisen Rückzug aus dem Abkommen an.

Erste Ermittlungserfolge

Die britische Polizei habe bei ihren Ermittlungen in Zusammenhang mit dem Rücktritt des britischen Botschafters in Washington einen Erfolg verzeichnet.

Sie wisse, wer die vertraulichen Memos des Botschafters Kim Darroch durchgestochen habe, berichtete die „Sunday Times“ unter Berufung auf Regierungskreise. Ein Hackerangriff eines anderen Landes könne ausgeschlossen werden.

Der stellvertretende Polizeichef Neil Basu hatte am Freitag Journalisten davor gewarnt, durchgestochene Informationen zu veröffentlichen. Auch dies könne ein Strafvergehen sein.

Redakteure und Politiker kritisierten die Aussagen.

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