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Politik - 14.06.2019

Muss Katze Larry sein Zuhause bald mit Boris Johnson teilen?

Kater Larry (12) ist eine Konstante im Regierungssitz des britischen Kabinetts in der Downing Street Nr. 10.

Sein Job: Chef-Mäusejäger. Die Katze im „Kanzleramt“ der Briten soll die kleinen Nagetiere aus den Kabinettsräumen fern halten. Jetzt muss er schon wieder einen neuen Mitbewohner suchen. Er hatte schon zwei. David Cameron und Theresa May.

Die Premierministerin May ist zurückgetreten. Sie wird noch so lange in der Downing Street Nr. 10 wohnen, bis ein Nachfolger gefunden ist. Doch wer wird Larrys neuer Mitbewohner? Etwa der blonde Riese Boris Johnson?

Fest steht: Harter Brexit oder EU-Austritt mit Übergangsregelung – dem Kater ist es egal. Ihn kümmert nur, ob und wann er zu fressen bekommt. Sein offizieller Titel ist „Chief Mouser to the Cabinet Office“. Doch darin war er bisher nicht so erfolgreich.

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Premier Cameron rettete seinen Job

Denn: Schon wenige Monate nach seinem Amtsantritt im Jahr 2011 wurden Mäuse in den Räumen gesichtet. Der Chef-Mäusejäger geriet unter Beschuss. Schnell wurden Fragen laut: Geht er seiner Aufgabe wirklich mit dem nötigen Engagement nach?

Sein damaliger Retter: Der damalige Premierminister David Cameron. Er sagte für den Kater aus. Die fragliche Maus sei in einem Raum gesichtet worden, zu dem Larry keinen Zutritt habe. Larry behielt seinen Job – und durfte weiter auf Kosten der Steuerzahler gefüttert werden.

„Lazy Larry“ soll laut des Stabs von Downing Street Nr. 10 mehr Wert legen auf schlafen, essen und mit der weiblichen Katze Maisie schmusen. Zudem wird berichtet, dass er zu Beginn seiner Amtszeit so faul war, dass der damalige Finanzminister George Osbourne eine Maus mit einer Papiertüte in den Kabinettsräumen fing – die Presse forderte damals: Osbourne solle den Job von Larry übernehmen.

Seit Donnerstag gibts ein „WG-Casting“

Die Konservativen (Tories) suchen seit gestern nach einem Nachfolger für die glücklose Premierministerin Theresa May – und einen neuen Mitbewohner für Larry.

Zunächst entscheidet die Tory-Fraktion im Unterhaus: Sie muss aus den zehn Bewerbern zwei Kandidaten bestimmen. Das geschieht in mehreren Abstimmungsrunden. Am Donnerstag flogen bereits drei Kandidaten raus, davon die zwei einzigen Frauen in dem Rennen. Gewinner der ersten Runde war der exzentrische Ex-Außenminister Boris Johnson.

Eine überraschender Kandidat hat sich mit Larry schon angefreundet – auch wenn seine Chancen nicht die besten sind: Rory Stewart, der amtierende Entwicklungsminister des Vereinigten Königreichs.

Er liebt Tiere, wanderte während der ersten Monate des Krieges in Afghanistan durch das Land – und punktet jetzt durch eine ausgefallene Video-Strategie. Ihm werden geringe Chancen auf den Sieg zugewiesen, Larry mag ihn jedoch schon sehr.

Am kommenden Dienstag werden alle Kandidaten ausscheiden, die weniger als 33 Stimmen auf sich vereinen. Weitere Runden sind für Mittwoch und Donnerstag geplant: Pro Abstimmung scheidet dann ein Bewerber aus – bis am Ende zwei Politiker übrig bleiben.

Die beiden verbliebenen Kandidaten müssen sich in Phase zwei des Verfahrens der Parteibasis der Konservativen stellen. Ab dem 22. Juni können die 160 000 Tory-Mitglieder per Briefwahl für ihren Favoriten votieren.

Für Chef-Mäusejäger Larry wird sich nicht viel ändern. Seine einzige Sorge könnte sein, dass sein (eventueller) neuer Chef, Boris Johnson, einen harten Brexit durchführt und er sein geliebtes Katzenfutter aus der EU nicht mehr bekommt. Denn bekanntlich ist das Essen auf der Insel nicht das beste.

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