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Welt - 05.01.2019

Starke Schneefälle im Süden – 19-Jähriger stirbt bei Verkehrsunfall

Böiger Wind und jede Menge Neuschnee sorgen in Bayern für Probleme: Der Flughafenverkehr in München ist beeinträchtigt und auf den Straßen kommt es zu Unfällen.

Ein Schneepflug räumt Schnee auf einer Landstraße. In Bayern haben in der Nacht starke Schneefälle eingesetzt.

Starke Schneefälle haben am Samstag zum Ausfall von 120 Flügen am Flughafen München geführt. Dazu kommen etwa siebzig Flüge mit Verspätungen von mehr als einer Stunde und weitere etwa siebzig Flüge mit Verspätungen von etwa einer halben bis vollen Stunde, wie eine Sprecherin des zweitgrößten deutschen Flughafens auf Anfrage sagte. In München gibt es seit der Nacht zu Samstag anhaltenden Schneefall.

Wie die Flughafensprecherin sagte, müssen alle Flugzeuge enteist werden, was ein Grund für die Behinderungen sei. Dazu komme, dass an dem Flughafen mit seinen zwei Landebahnen jeweils nur eine Bahn wegen der ständigen Räumarbeiten für Starts und Landungen zur Verfügungen stehe. Außerdem habe die Flugsicherung wegen der Sichtverhältnisse den Flugverkehr eingeschränkt.

Andauernde Schneefälle verwandelten vor allem den südlichen Teil Bayerns in eine Winterlandschaft. Für den Alpenrand und den Bayerischen Wald gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag eine Unwetterwarnung heraus: Es wurden weiterhin heftige Schneefälle und auch Schneeverwehungen erwartet.

Bis Montag könnte es auch in tieferen Lagen bis zu 50 Zentimeter Neuschnee geben, in den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen sogar bis zu einem Meter. In den Bergen herrschte verbreitet große Lawinengefahr. Auch im Schwarzwald und auf der Alb erwartete der DWD zeitweise kräftigen Schneefall. Auf den Straßen und Schienen blieb es bis zum Samstagvormittag weitgehend ruhig. „Es ist Winter. Es schneit. Etwas Dramatisches ist bisher nicht passiert“, sagte ein Sprecher des Lagezentrums in München. Autofahrer hatten sich offenbar auf den Schnee eingestellt; Chaos auf den Straßen blieb vorerst aus.

„Wir haben bisher rund 25 Unfälle wegen glatter Straßen“, sagte eine Sprecherin der Polizei Oberbayern Süd am Morgen. In Oberfranken rutschten auf der schneeglatten A9 mehrere Lastwagen in die Leitplanke. Zeitweise ging es auf verschneiten Straßen nur im Schritttempo voran. In Baden-Württemberg rutschte auf der A81 bei Villingen-Schwenningen ein Lastwagen in die Leitplanke. Der Lkw kam quer auf der Autobahn zum Stehen. Nach ersten Angaben wurde der Fahrer leicht verletzt.

Ein Toter und drei Verletzte bei Unfall nahe Bad Tölz

Bei einem vermutlich durch die winterlichen Straßenverhältnisse ausgelösten Verkehrsunfall starb bei Bad Tölz ein 19 Jahre alter Mann. Zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt und ein Mensch leicht verletzt, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mit.

Demnach geriet ein 23 Jahre alter Mann mit seinem Auto auf der Bundesstraße B472 im Gemeindebereich Reichersbeuern bei Schneefall ins Schleudern. Er sei in den Gegenverkehr geraten und dabei frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammengestoßen. Der Beifahrer im Auto des Unfallverursachers erlitt so schwere Verletzungen, dass er im Krankenhaus starb.

Der Fahrer selbst und eine 26-Jährige auf der Rücksitzbank erlitten schwere Verletzungen. Der Beifahrer im anderen Fahrzeug erlitt leichte Verletzungen, der Fahrer blieb unverletzt.

Die Bahn in Bayern meldete zunächst keine größeren Störungen. „Insgesamt läuft der Verkehr stabil“, sagte ein Sprecher. Auf ihrer Internetseite rief die Bahn ihre Fahrgäste auf, sich vor Reiseantritt über die Verbindungen zu informieren, etwa im Internet. Auswirkungen des Schnees auf den Bahnverkehr seien „nicht ausgeschlossen“. Dem DWD zufolge könnte auch der Wind am Samstag Teilen Deutschlands zu schaffen machen. Die Meteorologen sagten steife bis stürmische Böen für die Nordseeregion, fürs Bergland und für Teile Süddeutschlands voraus. In Gipfellagen einiger Mittelgebirge und der Alpen seien Sturmböen möglich. Für den Norden und Nordosten Deutschlands erwartete der DWD am Samstag kaum Regen, gelegentlich Wolkenlücken. Sonst sollte es stark bewölkt oder bedeckt und verbreitet regnerisch sein. (Tsp, dpa)

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