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Politik - 2 Wochen ago

Rebellen-Raketetrifft Saudi-Flughafen

Der Angriff erfolgte am frühen Morgen, er galt dem Flughafen von Abha im Südwesten Saudi-Arabiens.

Ein Sprengkörper der jemenitischen Huthi-Rebellen hat am Mittwoch die Ankunfthalle des Airports getroffen. Dabei wurden nach Militärangaben 26 Zivilisten verletzt.

Acht von ihnen mussten verletzt ins Krankenhaus, sagte ein Sprecher der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition, die gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen kämpft. 18 weitere Verletzte seien ambulant behandelt worden.

Von Verletzten sollen demnach drei Frauen sowie zwei Kinder sein. Sie würden aus Saudi-Arabien, Indien und dem Jemen stammen.

▶︎ Die Huthis feierten in ihrem Fernsehsender Al-Massirah den Angriff als Erfolg, sprachen von einem Treffer mit einem Marschflugkörper. Der Verkehr auf dem Flughafen sei zum Erliegen gekommen. Die von den USA gelieferten Raketenabfangsysteme seien nicht dazu in der Lage gewesen, das Geschoss aufzuhalten.

Die Saudis teilten hingegen mit, mittlerweile laufe am Airport wieder alles normal. Sechs der acht ins Krankenhaus eingelieferten Verletzten seien schon wieder entlassen worden.

#Breaking| #Saudi General Authority of Civil Aviation says aviation at Abha International Airport was normal pic.twitter.com/3oq582KuOI

— Asharq Al-Awsat English (@aawsat_eng) June 12, 2019

Abha liegt rund 165 Kilometer von der Grenze zum Jemen entfernt. Mehr zivile Verletzte in Saudi-Arabien hat bisher noch kein Huthi-Angriff gefordert.

„Die Möglichkeiten der Huthi-Rebellen werden immer besser“, sagte die Jemen-Expertin Elisabeth Kendall von der Universität Oxford dem Nachrichtenportal „Bloomberg“. „Das ist ein Zeichen dafür, wie der Krieg für Saudi-Arabien nach hinten losgeht.“ Der Einfluss des Iran in der Region wachse.

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Zuletzt hatten die Saudis mehrfach Huthi-Drohnen abgefangen. Mitte Mai bekannten sich die Rebellen zu Drohnenangriffen auf zwei Ölpumpstationen.

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den schiitischen Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht. Nach UN-Angaben wurden in dem Konflikt bereits mehr als 10 000 Menschen getötet, unter ihnen Tausende Zivilisten. 3,3 Millionen Menschen wurden in die Flucht getrieben.

Ein Huthi-Sprecher hatte vor Kurzem von „großen Überraschungen“ gesprochen, die anstünden. Die Saudi-Allianz kündigte eine entschlossene Antwort an.

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