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Politik - 05.07.2019

Model musste aus dem Iran fliehen

… und ist jetzt obdachlos

Flucht vor den Schergen des Mullah-Regimes:

Das iranische Model Negzzia (29) musste aus dem Iran fliehen, nachdem ein Fotograf, mit dem sie einst zusammengearbeitet hatte, „anstößige“ Unterwäsche-Fotos von ihr an die Polizei geschickt hatte.

Das Urteil der Revolutionsgarden im Jahr 2017: unanständig und stittenwidrig – die Fotos seien ein Verstoß gegen das islamische Recht!

Negzzia zog einen Schlussstrich, entkam dem iranischen Unrechtsregime: Seitdem befindet sie sich auf der Flucht, landete zunächst in Istanbul, reiste weiter nach Paris.

Doch glücklich und sicher ist sie auch in der französischen Hauptstadt nicht. Am 13. November 2018 reichte sie ihren Asyl-Antrag ein, der Prozess zieht sich hin – das Model wartet immer noch auf einen Bescheid.

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Ihr Traum, in Europa als Model zu arbeiten: immer noch weit entfernt!

Heute ist sie obdachlos, ohne Einkommen, ohne Arbeit. Ihre kleine Geldreserve: aufgebracht. „Irgendwann musste ich meine Tasche mit meinen Kleidern für zehn Euro verkaufen, um etwas zu essen zu bekommen“, erzählte sie der französischen Zeitung „Le Parisien“. Sie bereue ihre Entscheidung aber nicht, sei vielmehr eine „stolze Frau, die aus der Komfortzone“ getreten sei und „alle Regeln gebrochen hat, die keinen Respekt gegenüber Frauen haben“.

▶︎ Immerhin: Sie muss nicht mehr auf dem nackten Beton der Gehwege oder auf Parkbänken schlafen. Nachdem der Fall an die Öffentlichkeit gelangte, darf sie in einer Notunterkunft für Asylsuchende übernachten.

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Ein Hoffnungsschimmer: Die französische Regierung versprach im Juni, sich jetzt mit dem Fall von Negzzia zu befassen. Innenminister Christophe Castaner (53) sei mit ihr in Kontakt.

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