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Politik - 08.01.2019

Ministerium kündigt neueAnti-Hacker-Abteilung an

Die Aufräum- und Aufklärungsarbeiten nach dem Mega-Datendiebstahl laufen auf Hochtouren: Am Montag saß Innenminister Horst Seehofer mit den Chefs des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, und des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, zusammen, um über die Lage zu beraten.

Dabei soll es um Fragen des Zeitablaufs der Hacker-Attacke gegangen sein und darum, wer hinter den Angriffen stecke. Persönliche Daten von fast 1000 Politikern, Prominenten und Journalisten wurden in der vergangenen Woche veröffentlicht – darunter neben Telefonnummern und E-Mail-Adressen auch Chat-Verläufe.

Regierung und Sicherheitsbehörden wird vorgeworfen, den Vorfall zunächst nicht ernst genug genommen zu haben. Damit das künftig nicht mehr geschieht, hat das Seehofer-Ministerium Verbesserungen in der Abwehr entsprechender Attacken angekündigt.

Das Cyber-Abwehrzentrum, das im aktuellen Fall die Ermittlungen führe, werde verbessert, „ein Cyber-Abwehrzentrum plus“ werde in den nächsten Monaten konkret installiert, sagte Stephan Mayer (CSU), parlamentarischer Staatssekretär im Innenministerium, am Rande der Jahrestagung des Beamtenbundes dbb in Köln.

Das Cyber-Abwehrzentrum ist Teil der Cyber-Sicherheitsstrategie der Regierung und soll die operative Zusammenarbeit der Behörden optimieren sowie Schutz- und Abwehrmaßnahmen koordinieren. Das Innenressort werde in den nächsten Monaten zudem einen Entwurf für ein zweites IT-Sicherheitsgesetz vorlegen, so Mayer weiter.

Im aktuellen Fall habe Minister Horst Seehofer (CSU) größtes Interesse, „dass schnellstmöglich, zügig und lückenlos Licht ins Dunkel gebracht wird“, sagte Mayer. Seehofer arbeite mit Hochdruck an der Aufklärung. Alle Informationen würden dem Innenausschuss für eine Sondersitzung am Donnerstag zur Verfügung gestellt.

Zu Berichten über erste Ermittlungen wollte Mayer nichts sagen: „Es ist allemal besser, noch ein oder zwei Tage abzuwarten, als vorschnell und übereilt irgendwelche Verlautbarungen zu machen.“ Regierungsnetze seien von dem jüngsten Diebstahl der Daten von Politikern und Prominenten offensichtlich nicht betroffen.

Seehofer selbst will am Dienstag um 14 Uhr über den aktuellen Ermittlungsstand informieren.

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