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Politik - 22.06.2019

Journalistin wirft Trumpsexuelle Belästigung vor

Anfang Juli erscheint das neuste Buch der Autorin E. Jean Carroll (75) – und das Werk sorgt schon vor der Veröffentlichung für Aufsehen …

New York – Die US-Journalistin E. Jean Carroll wirft US-Präsident Donald Trump (73) vor, er habe Mitte der 1990er Jahre versucht, sie in einer Umkleidekabine zu vergewaltigen – als die beiden zusammen Reizwäsche shoppen waren …

Der Vorfall habe sich 1995 oder 1996 ereignet, schreibt die 75-Jährige nun in ihrem neuen Buch, aus dem das Magazin „New York“ am Freitag Auszüge druckte.

Die Journalistin, die für ihre Kolumne in der Zeitschrift „Elle“ bekannt ist, traf den damaligen Immobilien-Unternehmer nach eigenen Angaben in einem New Yorker Kaufhaus. Trump habe sie gebeten, ihn beim Kauf von Damenunterwäsche für eine nicht näher genannte Frau zu beraten.

Er habe zu einem durchsichtigen Spitzenbody gegriffen und ihr vorgeschlagen, ihn anzuprobieren. Sie habe Trump im Scherz vorgeschlagen, den Body selbst anzuprobieren, und sei mit ihm in eine Umkleidekabine gegangen.

„Als die Tür sich schloss, stürzte er sich auf mich, drückte mich gegen die Wand“, schreibt Carroll. Trump habe seinen Mund gegen ihre Lippen gepresst, ihre Strumpfhose heruntergerissen, seine Hose geöffnet und sei in sie eingedrungen. Sie habe sich schließlich befreien können und sei aus der Umkleidekabine geflohen.

Trump weist Vergewaltigungsvorwürfe zurück

„Ich habe diese Person in meinem Leben nie getroffen“, heißt es in einem Statement Trumps, das am Freitag vom Weißen Haus verbreitet worden ist. „Sie versucht ein neues Buch zu verkaufen – das sollte auf ihre Motivation hinweisen. Es sollte in der Abteilung Fiktion verkauft werden“, heißt es in dem Statement Trumps.

Es gebe keine Überwachungsvideos oder Bilder, es gebe keine Aussagen von Verkäufern, die damals zur Stelle gewesen wären, argumentiert Trump. „Ich bedanke mich bei Bergdorf Goodman, dass sie bestätigen, keine Videoaufzeichnungen eines solchen Vorkommnisses zu haben, weil es nie stattgefunden hat“, heißt es in dem Statement weiter.

Und eine Anzeige gibt es auch nicht …

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Nach eigenen Angaben erstattete Carroll damals aus Angst vor Repressalien keine Anzeige gegen Trump. Sie habe befürchtet, Todesdrohungen zu erhalten, ihren Job zu verlieren und „durch den Schmutz gezogen zu werden“.

Die 75-Jährige verwies auch auf die Anschuldigungen von 15 Frauen gegen Trump, die ihm ebenfalls sexuelle Belästigung vorwerfen. Der heutige US-Präsident habe dies stets dementiert und die betreffenden Frauen stattdessen bedroht und attackiert.

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