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Politik - 17.06.2019

Israel benennt neue Siedlung „Trump-Höhen“

Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu (69) hat wie versprochen einen Ort auf den Golanhöhen nach US-Präsident Trump (73) benannt. Man wolle mit dem Akt „Israels großen Freund“ würdigen, so Netanjahu.

Am Sonntag (Ortszeit) enthüllte Ministerpräsident Netanjahu nach einer feierlichen Kabinettssitzung auf dem Hochplateau ein Schild mit den Flaggen der USA und Israels sowie der Aufschrift „Ramat Trump – Trump Heights“ (Trump-Höhen). So soll die neue Siedlung heißen. Netanjahu sprach von einem „historischen Tag“.

Die neue Siedlung soll auf dem Gelände eines seit 1984 bestehenden Kibbuz entstehen. Unklar ist noch, wann der Bau beginnen soll.

Trump bedankte sich via Twitter für die „große Ehre“. Der US-Botschafter in Israel, David Friedman, sprach von einer „außerordentlichen Geste“.

Thank you PM @Netanyahu and the State of Israel for this great honor!🇺🇸🇮🇱 https://t.co/OUcf6s98UX

— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) June 16, 2019

Die Golanhöhen, wo sich die neue Siedlung befindet, sind ein strategisch wichtiges Felsplateau oberhalb des Sees Genezareth, etwa 60 Kilometer lang und 25 Kilometer breit.

Israel eroberte die Region 1967 im Sechs-Tage-Krieg, nachdem das syrische Militär jahrelang israelische Dörfer von den Golanhöhen aus mit Artillerie beschossen hatte. 1981 annektierte Israel die Golanhöhen, was international jedoch nicht anerkannt wurde.

Netanjahu hatte sich lange international um eine Anerkennung der Region als israelisch bemüht. Kurz vor der Parlamentswahl im April in Israel erfüllte Trump ihm diesen langgehegten Wunsch: Am 25. März erkannte der US-Präsident die Golanhöhen formell als Staatsgebiet Israels an.

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