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Politik - 15.06.2019

Ischinger fordert EU-Schutz für Tanker in Golfregion

Die Attacke auf zwei Tanker in der Straße von Hormus – US-Präsident Donald Trump glaubt: „Das riecht förmlich nach dem Iran!“

Und in Deutschland suchen Politik wie Schifffahrtsbetriebe nach der richtigen Reaktion: bis hin zur Einschränkung des Warenverkehrs (u. a. Öl) durch die zentrale Wasserstraße zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten.


Das US-Militär veröffentlichte zum Beweis ein Schwarz-Weiß-Video. Es soll zeigen, wie sich iranische Streitkräfte nach der Attacke mit einem Schnellboot der Revolutionsgarden (Typ „Gaschti“) der deutschen „Kokuka Courageous“ nähern und sich an dem Schiff zu schaffen machen. Die Boot-Terroristen entfernten wohl gerade eine nicht explodierte Haftmine.

Der Iran wies – wie gewohnt – die Vorwürfe als „gegenstandslos“ zurück. Verdächtig: Die entscheidende Szene mit dem Terror-Schiff zeigte das iranische Staatsfernsehen nicht…

Aber es bleibt die Frage: Wie sicher ist diese wichtige Wasser-Autobahn?

Vom Verband Deutscher Reeder heißt es, Handelsschiffe sollten mit „diplomatischen oder militärischen Mitteln“ geschützt werden. Hapag-Lloyd, fünftgrößte Reederei der Welt, erklärte, man werde andernfalls „bei Bedarf auch unseren Schiffsbetrieb anpassen“ – also einschränken.

Wolfgang Ischinger, Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, findet, dass „eine Marine-Überwachungs- und Schutzmission in der Golfregion“ geprüft werden müsse. Ischinger: „Die EU hat bereits beim Kampf gegen Piraterie am Horn von Afrika gezeigt, dass sie das stemmen kann.“

Das Innenministerium prüft, ob die Gefahrenstufe für Schiffe unter deutscher Flagge erhöht werden muss.

  • Kommentar zur Tanker-Krise

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    Mit dem zunehmend aggressiver agierenden Terrorregime in Teheran kann es keine verlässlichen Abkommen geben.

  • Trump zur Tanker-Attacke

    „Das riecht förmlich nach dem Iran“

    US-Präsident Donald Trump hat den Iran für die Angriffe auf zwei Tanker im Golf von Oman verantwortlich gemacht.

Aktuell hat die deutsche Marine keine Kriegsschiffe in der Region. Die Situation gibt aber „allen Anlass zur Sorge“, sagt Ursula von der Leyen (60, CDU) zu BILD. „Angesichts der brisanten Gesamtlage brauchen wir die Bereitschaft zu Besonnenheit und Deeskalation.“

PS: Am Tag nach dem Angriff lagen die attackierten Tanker bewegungslos in der Straße von Hormus. Die Brände schienen gelöscht.

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