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Politik - 13.01.2019

Grüner wird’s nicht. Oder doch?

Als ich Kind war, trommelte mein Stiefvater uns zusammen: „Kommt mal her, hier ist so’n grüner Heini.“ Wir haben ihn bestaunt wie ein Marsmännchen.

In der Oberstufe, inzwischen im roten Hamburg, schrieb ich in Gemeinschaftskunde einen Aufsatz, dass in der Zukunft ganz sicher Schwarz-Grün an der Macht sei.

Meine ultralinke Lehrerin bestrafte diese steile These mit „Grade noch eine Vier. Lächerlich. Niemals“.

Gestern Emnid: Fast 40 Prozent können sich vorstellen, Grün zu wählen.

Warum ist das so?

Ich glaube:

► Die Grünen werden belohnt für ihr sich stetiges Erneuern und Weiterentwickeln – inhaltlich und personell.

► Sie haben begriffen, dass Menschen Menschen wählen, weniger Parteiprogramme. Deshalb die Muss-man-mögen-Gesichter.

► Sie wissen: Wer Predigen will, muss die Kirche erst mal voll kriegen. Darum halten sie ihre Lust auf Verbote jetzt im Zaum.

► Sie gehen respektvoll mit ihren alten Kämpfern um. Jemand wie Trittin gewinnt keinen Blumentopf mehr mit seiner sauertöpfischen Art. Aber er hat genauso seinen Platz in der Partei wie die junge Fraktionschefin in Bayern.

Vielleicht ist Grün einfach das neue Ja.

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