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Politik - 12.05.2019

Afghanische TV-Journalistin in Kabul erschossen

Mena Mangal, eine prominente afghanische TV-Journalistin, ist in Kabul getötet worden. Das berichtet die Nachrichtenseite von RadioFreeEurope/RadioLiberty.

Ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums teilte mit, dass Mangal am Samstagmorgen erschossen wurde. Nach Angaben von Augenzeugen wurde von einem Motorrad aus auf Mangal geschossen, als sie in einem Auto wartete.

Einer der beiden Täter soll viermal in die Luft geschossen haben, um Passanten zu vertreiben. Dann habe er Mangal zweimal in die Brust geschossen.

Verwandte bestätigten der Nachrichtenseite, dass Mena Mangal auf dem Weg zur Arbeit war. Sie war als Kulturberaterin der unteren afghanischen Parlamentskammer beschäftigt.

Mangal kämpfte für die Rechte von Frauen

Die Afghanin hatte mehr als ein Jahrzehnt für einen privaten TV-Sender gearbeitet. Sie setzte sich für die Rechte afghanischer Frauen ein. Wichtig war ihr insbesondere, dass Mädchen zur Schule gehen und Frauen arbeiten können. Zudem schrieb sie ausführlich über ihre Erfahrung, gegen ihren Willen in eine Ehe gezwungen worden zu sein.

  • FDP-Generalsekretärin Teuteberg

    Scharia-Ehemänner dürfen keinen Pass bekommen!

    „Die Mehrehe ist ein unserer Rechtsordnung fremdes und die Frauenrechte missachtendes Ehemodell“, sagt FDP-Generalsekretärin Teuteberg.

In der Vergangenheit hatte Mangal auf ihren Profilen in den sozialen Netzwerken gepostet, dass sie Todesdrohungen erhalte – von wem, wisse sie allerdings nicht.

Die Täter konnten nach dem Mord fliehen. Bisher hat sich niemand dazu bekannt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und teilte mit, es sei unklar, ob es sich um einen Terror-Akt oder einen persönlichen Konflikt handle, berichtet der „Guardian“.

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