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Kultur - 23.06.2019

Heimspiel für Rammstein in Berlin

Musik zum Sehen: Mit ihrer wie üblich opulenten Feuershow haben Rammstein im seit Monaten ausverkauften Olympiastadion ihre neue Platte präsentiert.

Rammstein-Frontmann Till Lindemann am Samstagabend auf der Bühne im Berliner Olympiastadion.

Anruf bei der Berliner Feuerwehr am Samstagabend: Irgendwas passiert in der Stadt? Alles ruhig, ist aus der Leitzentrale zu hören – abgesehen von dem Spektakel im Olympiastadion.

Dort wurde allerdings reichlich gezündelt: Mit ihrer wie üblich opulenten Feuershow haben die Brachial-Rocker von Rammstein ihr neues Album in Berlin präsentiert. Für die Musiker um Frontmann Till Lindemann war das seit Monaten ausverkaufte Konzert ein Heimspiel – schließlich wurde Rammstein 1994 in der Hauptstadt gegründet. Mehr als zwei Stunden lang huldigte die international gefeierte Band dem Klang des Martialischen. Immer wieder stießen Feuerfontänen in den Nachthimmel.

Rammstein hat gerade das siebte Studioalbum veröffentlicht, das erste seit zehn Jahren – eine Mischung aus Provokation, Selbstparodie und Altbekanntem. Mit Verkaufsstart im Mai stürmte das titellose Werk international die Charts. In Berlin feierte das Publikum Lieder wie „Ausländer“ und „Deutschland“.

Die letztlich kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte hatte Rammstein nur mit einem Videoauszug angekündigt, im dem vier Band-Musiker Kleidung tragen, die an KZ-Gefangene erinnert. Auch die Produktion des Clips war mit Berlin verbunden: Ende April war er als Vorab-Premiere auf einer Hausfassade in Mitte zu sehen. Die Dreharbeiten fanden in der Zitadelle in Spandau statt. (Tsp, dpa)

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