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21.
August 2007
DIE
LINKE. Kassel
dritter
Anschlag auf das
nordhessische
Büro der Linken
In
der Nacht wurde der dritte Anschlag auf das Büro der Partei
DIE LINKE in Kassel verübt. Im Januar war bereits die Glasfront
des Büros in der Erzbergerstraße eingeworfen worden.
Nach dem Umzug der Partei in die nahe Schillerstraße wurden
dort am 16. Juli mehrere Teile des Schaufensters zerstört.
Die übrigen Scheiben wurden in der vergangenen Nacht eingeworfen.
Die
Schaufenster waren nach dem Anschlag vor wenigen Wochen zunächst
provisorisch von einem Glaser verschlossen worden. Auch Teile des
Inventars waren beschädigt. Von Seiten der LINKEN wurde schon
nach dieser zweiten Attacke auf ihre Geschäftsräume auf
die brisante Entwicklung einer rechtsextremen Szene in und um Kassel
hingewiesen. Bekannt hat sich zu den Anschlägen aber niemand.
Die
Polizei schliesst einen politischen Hintergrund ebenfalls nicht
aus. "Wir nehmen die Sache ernst, wie wir jede Sachbeschädigung
ernst nehmen, insbesondere vor dem Hintergrund der Möglichkeit
eines politischen Hintergrunds und werden unsere Ermittlungen
entsprechend gestalten", so Polizeisprecher Volker Pieper
im Interview mit der örtlichen Tageszeitung (link).
Die Täter haben anscheinend auch versucht, einzubrechen, sagt
Ann Schomburg, Stadtverordnete der Linken. Ziel sei wohl gewesen,
das Büro zu verwüsten. Nennenswerte Wertgegenstände
gebe es in der Geschäftsstelle nämlich nicht.

Es
würde sich bei den Tätern möglicherweise um die organisierte
Rechte handeln, die auf Flugblätern und in Internetkampagnen
immer wieder gegen sogenannte "linke Steinewerfer" protestiert.
Das in den 80er Jahren mit allem Nachdruck geprägte Bild vom
schwarz gekleideten linken Chaoten mag dabei hier und da noch Wirkung
erzielen und so für neofaschistische Agitation nützlich
sein. Die Wirklichkeit, auch an den Schulen, sieht anders aus: selbsternannte
meist junge "autonome Nationalisten" tragen Arafat´s
Palästinensertuch unter schwarzen Kapuzenpullis und rufen auf
zum "nationalen Sozialismus". Zum Nationalsozialismus!
Ein solcher Anschlag mit Pflastersteinen gehört zum zweifelhaften
Konzept dieser Ideologie.

Deutliche
Symbolik: Der sogenannte "freie Widerstand Kassel" (ehemals
"freie Kameradschaft Kassel") betreibt eine Internetseite.
Im reich gestalteten Logo der Gruppe, welches den oberen Rand der
Seite bildet, ist im Hintergrund eine durchlöcherte Glasscheibe
zu sehen, ein vermummtes Gesicht daneben. "Kein Bock auf
Linke!" heisst es auf der Startseite. Ein Schelm, wer böses
dabei denkt...
Auch
bei antimanifest wurde im Mai eine Scheibe eingeworfen. Auch hier
ermittelte die Polizei. Ganz offensichtlich wird von Seiten der
autonomen Rechten versucht, politische Präsenz mit dem Pflasterstein
zu erzwingen. Heimlich, feige und gemein. Gratulieren kann man da
ja wohl nur dem Glasermeister...
Dritter
Anschlag auf das Büro der Partei DIE LINKE

Zwei
Schaufensterscheiben des neuen nordhessischen Büros
der Partei DIE LINKE in Kassel wurden in der Nacht
zum 21.08. zum wiederholten Male mutwillig zerstört.
Der Sachschaden beträgt erneut ca. viertausend
Euro. Insgesamt wurden vier Pflastersteine durch die
Scheiben geworfen. Strafantrag wurde gestellt. Dies
ist bereits der dritte Anschlag in diesem Jahr auf
die gemeinsamen Büroräume der LINKEN in
Nordhessen. Die Partei geht von einem politischen
Motiv aus. Offensichtlich wurde nach den Schäden
an der Eingangstür auch ein Einbruchsversuch
unternommen.
Frank
Habermann, Regionalmitarbeiter Nordhessen
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Pressemitteilung
DIE LINKE. Hessen
Kochs
Hetzkampagne zeigt Wirkung
Anschlag
auf das Büro der Partei DIE LINKE in Kassel

Zwei
Schaufensterscheiben des neuen nordhessischen Büros
der Partei DIE LINKE in Kassel wurden in der Nacht
zum 21.August mutwillig zerstört. Der Sachschaden
beträgt circa viertausend Euro. Insgesamt wurden
vier Pflastersteine durch die Scheiben geworfen. Verletzt
wurde zum Glück niemand.
Wir
vermuten eine politische Motivation dieses Anschlags
und haben Strafantrag gegen unbekannt gestellt,
erklärt Landepressesprecher Achim Kessler, der
zugleich schwere Vorwürfe gegen Ministerpräsident
Roland Koch erhebt: Wer wie Roland Koch poltische
Gegner mit demagogischen Argumenten aus dem Arsenal
des Kalten Krieges bekämpft, um sich am rechten
Rand des demokratischen Spekturms zu profilieren,
verstößt nicht nur gegen die demokratische
politische Kultur, sondern vergiftet das politische
Klima. Wer ein derart aufgeheiztes politisches Klima
schafft, ist indirekt mitverantwortlich, wenn dieses
dann in Agression und Gewalt umschlägt.
Pressedienst,
Frankfurt am Main, den 21. August 2007
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Meldung
des Polizeipräsidiums Nordhessen vom 21.08.2007
POL-KS:
Partei-Geschäftsstelle "Die Linke" in
Kassel:
Erneut
Scheiben eingeworfen - 5.000 Euro Sachschaden
Kassel
(ots) - Bislang unbekannte Täter haben in der Zeit
vom gestrigen Montag, 20.08.2007, bis heute, 07:00 Uhr,
die Scheiben der in der Kasseler Schillerstraße
angesiedelten Geschäftsstelle der Partei "Die
Linke" mit Basaltsteinen eingeworfen. Dabei entstand
ein Sachschaden von etwa 5.000 Euro. Bereits am 16. Juli
diesen Jahres waren die Scheiben der Geschäftstelle
ebenfalls mit Steinen eingeworfen worden. Schadenssumme
damals: 4.000 Euro.
Die
Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung
eingeleitet, schließt aber auch einen politischen
Hintergrund nicht aus. Zeugen, die Angaben zum Sachverhalt
machen können, werden gebeten, sich beim Polizeipräsidium
Nordhessen unter 9100 zu melden.

Polizeipräsidium
Nordhessen
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