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Chronik
rechtsradikaler Veranstaltungen und Übergriffe
Region
Nordhessen
kein
Anspruch auf Vollständigkeit, Hinweise willkommen
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20.01.10
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Ein
Jahr und drei Monate Jugendgefängnis drohen einem Anhänger
der rechten Gruppierung "Freie Kräfte Schwalm-Eder".
Das Jugendschöffengericht am Amtsgericht Schwalmstadt
verurteilt den heute 18-jährigen wegen gefährlicher
Körperverletzung in Tateinheit mit versuchter Gefangenenbefreiung.
Das Gericht verfügt eine Vorbewährung von neun Monaten.
Innerhalb dieser Zeit muss der Schüler Auflagen und Weisungen
erfüllen und muss außerdem 100 gemeinnützige
Arbeitsstunden leisten. Außerdem muss er wegen Alkoholkonsums
Gespräche mit der Jugend- und Suchtberatung führen.
Im
November 2009 hatte der Rechte am Rande einer Kirmes in Schwalmstadt-Ditterhausen
einen Polizisten schwer verletzt. Der Beamte kniete am Boden
und hielt dort einen anderen Mann fest. Der 18-jährige
trat dem Polizisten aus vollem Lauf vor den Kopf, der Beamte
erlitt Schädelverletzungen. (link)
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20.01.10
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Vor
dem Jugendschöffengericht in Schwalmstadt wird der 21-jährige
Mark O. zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten ohne Bewährung
verurteilt. Am frühen Morgen des 14.02.2009 hatte der
Maler- und Lackierergeselle vor der Kneipe Bunker Beat
Lounge in Schwalmstadt-Treysa einen 26-jährigen beleidigt
mit den Worten: "Du siehst aus wie ein Mongoloid. Wohnst
Du etwa in Hephata?"
Einem weiteren Gast der Kneipe hatte der bekennende Rechtsextremist
mit der Faust ins Gesicht geschlagen.
Das
Gericht folgt mit dem Urteil weder der Verteidigung, die einen
Freispruch erwartete, noch dem Staatsanwalt, der vier Monate
Haft auf Bewährung sowie eine Geldstrafe forderte. Jugendstrafrecht
wird nicht angewandt, nach Ansicht des Gerichts ist die Entwicklung
des jungen Mannes abgeschlossen. Der Verurteilte habe ein
rechtsradikales Umfeld und nehme in der Gruppierung "Freie
Kräfte Schwalm-Eder" eine führende Stellung
ein. "Sie spitzen an, die anderen marschieren los",
so die Einschätzung des Richters.
Es
ist das dritte Strafverfahren gegen den rechten Schläger.
Verurteilt wurde er auch für die Beteiligung an einem
Überfall auf Jugendliche im Frielendorfer Ortsteil Todenhausen
im Juni 2008.
Am
Tag vor dem brutalen Überfall auf ein Sommercamp des
Jugendverbands [´solid] am 20.07.2008 war Mark O. beispielsweise
auch bei dem Versuch festgenommen worden, eine Demonstration
gegen Rechtsextremismus und Rassismus am Marktplatz in Schwalmstadt-Treysa
zu stören.
(link)
Quellen:
www.nh24.de,
www.hna.de
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17.01.10
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Unbekannte
Täter sprühen am Samstagmorgen zwischen 2.00 und
3.00 Uhr mit weißer Sprühfarbe ein Hakenkreuz sowie
weitere Losungen mit beleidigendem Inhalt an die Wohnungstür
eines Mehrfamilienhauses in der Kasseler Straße in Bebra
(Kreis Hersfeld-Rotenburg). Die Kriminalpolizei Bad Hersfeld
ermittelt wegen Beleidigung, Sachbeschädigung und wegen
des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
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24.12.09
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Unbekannte
Täter sprühen im Zeitraum zwischen dem 23.12.2009,
15.00 Uhr bis 24.12.2009, 10.30 Uhr zwei Hakenkreuze an das
Garagentor und ein Tor der Turnhalle der Haunetalschule in
Neukirchen. Die Polizei Bad Hersfeld ermittelt wegen Sachbeschädigung
und wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger
Organisationen.
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06.12.09
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Anwohner
alarmieren die Polizei als Jugendliche in Neukirchen kurz
nach Mitternacht die verbotene Parole "Sieg Heil"
rufen. Zu den Fahndungsmaßnahmen der Polizei werden
auch Einsatzkräfte der "BAO-Mitte" (Besondere
Aufbauorganisation - Mitte) hinzugezogen. Tatverdächtige
kann die Polizei jedoch nicht mehr finden.
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05.12.09
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Am
frühen Samstagabend provozieren einige Personen, die
der Gruppierung "Freie Kräfte Schwalm-Eder"
zugerechnet werden, Besucher einer Musikveranstaltung in einer
Gaststätte in Schwalmstadt-Treysa. Die Veranstaltung
wird im Verlauf der Nacht intensiv durch die Polizei überwacht.
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29.11.09
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Im
Frielendorfer Ortsteil Lenderscheid findet am Samstag eine
als Geburtstagsfeier gemeldete Veranstaltung statt. In der
Nacht treten zwei Anhänger der rechtsextremen Gruppierung
"Freie Kräfte Schwalm-Eder" vor das
Veranstaltungsgebäude und singen verbotenes nationalsozialistisches
Liedgut. Die jungen Männer im Alter von 18 und 19 Jahren
werden von der anwesenden Polizei vorläufig verhaftet.
Es wird ein Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von
Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.
Wegen der wiederholten Angriffe durch die "Freien
Kräfte Schwalm-Eder" hat die Polizei die Überwachungsmaßnahmen
bei öffentlichen Veranstaltungen im Schwalm-Eder-Kreis
verstärkt. Auch werden Personen, die der Gruppierung
FKSE zugerechnet werden, aufgesucht und so genannte
Gefährderansprachen geführt sowie die jeweiligen
Aktivitäten dieser Personen durch Polizeikräfte
weitestgehend begleitet. Dabei kommen auch Beamte der BFE-Einheit
(Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit) der hessischen
Bereitschaftspolizei zum Einsatz.
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14.11.09
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An
einem Brückenpfeiler der A7 bei Niederaula, der Unterführung
der Bundesstraße 62, wird ein in weißer Farbe
aufgemaltes Hakenkreuz entdeckt. Die Polizei ermittelt wegen
Sachbeschädigung und wegen der Verwendung von Kennzeichen
verfassungsfeindlicher Organisationen.
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13.11.09
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Wiederholt
kommt es zu Gewalt gegen Polizeikräfte duch einen Anhänger
der rechtsextremen Gruppierung "Freie Kräfte
Schwalm-Eder, FKSE".
Mit
dem Hauptaugenmerk auf bereits polizeibekannte Personen streift
die Polizei in der Nacht mit starken Kräften durch den
Schwalm-Eder-Kreis. Schwerpunkt sind Gaststätten in Schwalmstadt
und Privatwohnungen polizeibekannter Straftäter. Es werden
mehrere dutzend Autos angehalten und deren Fahrer und Insassen
kontrolliert. Auch in Borken, bei der Kirmes in Fritzlar-Lohne
und im McDonalds in Fritzlar führt die Polizei
mehrfach Personenkontrollen durch. Die Aktion richtet sich
gezielt gegen Mitglieder und Sympathisanten der FKSE.
Es soll sich um etwa 35 Personen handeln, die im Visier der
Polizei stehen.
Am
Freitagabend kommt es während dieser Überwachungsmaßnahmen
in Treysa zu einer Widerstandshandlung gegen Polizeibeamte
durch einen 21-jährigen Aktivisten der FKSE. Der
21-jährige will das durch einen Veranstalter ausgesprochene
Hausverbot nicht akzeptieren. Als die Beamten ihm einen Platzverweis
erteilen, beleidigt er diese und greift sie tätlich an.
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08.11.09
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Am
Wochenende kommt es erneut zu einem Angriff auf eine Kirmes
durch örtliche Rechtsextreme. Im Schwalmstädter
Ortsteil Dittershausen wird in der späten Nacht von Samstag
auf Sonntag wieder eine Schlägerei von den Rechten provoziert.
Eingesetzte Polizeibeamte werden dann bei dem Versuch der
Festnahme eines Verdächtigen von einem Angreifer getreten
und teilweise schwer verletzt.
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04.11.09
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Unbekannte
malen mindestens sechs Hakenkreuze auf Häuserwände
in der Frankfurter Straße in Kassel. Neben einigen der
Hakenkreuze steht "immer da!". In Kassel-Mitte tauchten
in den vergangenen Wochen zudem immer wieder Aufkleber der
Neonazi-Gruppe "Freier Widerstand Kassel"
auf.
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03.11.09
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Ein
Neonazi-Musiker aus Melsungen im Schwalm-Eder-Kreis wird vor
dem Amtsgericht Herzberg am Harz wegen Volksverhetzung zu
einer Geldstrafe in Höhe von 3.600 Euro verurteilt. Er
ist der Schlagzeuger der Rechtsrockband "Kommando
Freisler". Der aus Bad Lauterberg stammende Sänger
und Texter der Gruppe wird zu 3.000 Euro Geldstrafe verurteilt.
Beide waren nach Feststellung des Gerichts an der CD "Geheime
Reichssache" beteiligt, die zahlreiche menschenverachtende
Texte enthalte.
Roland
Freisler war bis zu seinem Tode 1945 Präsident des Volksgerichtshofes
und für viele Rechtsbeugungen und Todesurteile verantwortlich.
Der Nazi-Richter hatte auch eine Anwaltskanzlei in Kassel.
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31.10.09
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Im
Borkener Ortsteil Arnsbach stören Neonazis die Kirmes.
In der Nacht zu Samstag werden zwei 19jährige vor dem
Dorfgemeinschaftshaus von den Rechten unvermittelt angegriffen,
geschlagen und getreten. Die Opfer erleiden Prellungen und
Schürfwunden. Einer der jungen Männer muss im Krankenhaus
behandelt werden. Bei den Schlägern handelt es sich nach
ersten Erkenntnissen um Anhänger der neofaschistischen
Vereinigung "Freie Kräfte Schwalm-Eder" (FKSE),
das bestätigt die Polizei.
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17.10.09
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Am
Samstag versammeln sich Fußballfans am Kasseler Hauptbahnhof,
um zu dem Liga-Spiel Eintracht Frankfurt gegen Hannover
96 zu fahren. Sieben von ihnen versammeln sich gegen 8:30
Uhr vor dem Eingang des Schnellrestaurants am Bahnhof, rufen
"Sieg Heil", grüßten dazu mit dem Hitlergruß
und filmen dies mit ihren Mobiltelefonen. Von Zeugen wird
die Bundespolizei informiert. Nach Rücksprache mit der
Staatsanwaltschaft Kassel werden die Sieben Anhänger
des Vereins Hannover 96 in Gewahrsam genommen.
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17.10.09
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In
der Nacht zum Samstag, vermutlich zwischen 23.00 Uhr und 1.10
Uhr, sprühen Unbekannte ein Hakenkreuz und eine NS-Parole
auf Eckfahnen des Sportplatzes in Burghaun im Landkreis Fulda.
Weiterhin werden ein Schaukasten und ein Werbeschild auf dem
Gelände des Sportvereins TSV Burghaun verunstaltet.
Die Polizei ermittelt.
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27.09.09
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Eine
Gruppe von acht Rechtsextremen versammelt sich am Abend der
Bundestagswahl vor einer linken Szenekneipe in Schwalmstadt.
Sie kommen offenbar von einer Geburtstagsfeier eines ortsbekannten
Nazis. Als ein 23-Jähriger die Kneipe verlässt,
wird er unvermittelt angegriffen. Ein 32-jähriger Gast
und der 38-Jährige Wirt, die dem Mann helfen wollen,
werden ebenfalls angegriffen. Der Haupttäter, zwischen
18 bis 20 Jahre alt, trägt nach Zeugenaussagen ein T-Shirt
mit der Zahl 88, eingefasst in Eichenlaub.
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29.08.09
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Drei
junge Männer ziehen am Abend "Sieg-Heil"-rufend
duch Wabern. Mit schwarzer Lackfarbe sprühen sie Hakenkreuze
und NS-Runen auf Hauswände von Privathäusern, Wahlplakate,
ein Schaufenster, ein Kfz-Kennzeichen, ein Verkehrszeichen
und einen Briefkasten. Ein Zeuge ruft gegen 22.15 Uhr die
Polizei. Im Ort werden darauf drei Männer im Alter zwischen
21 und 26 Jahren festgenommen. Es handelt sich um einen Mann
aus Homberg und zwei Männer aus Wabern. Einer führt
eine Spühdose mit sich.
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20.06.09
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Die
Polizei verhindert eine Sonnenwendfeier von Rechtsextremisten
im Landkreis Gießen. Bereits am Freitag erfahren die
Beamten, dass ein 25-jähriger Mann aus der rechten Szene
eine Veranstaltung in Langgöns angemeldet hat.
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17.06.09
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Vor
dem Amtsgericht Schwalmstadt-Treysa wird der gewalttätige
Übergriff von Rechtsextremen auf einen jungen Mann am
17.08.2008 auf der Kirmes in Obergrenzebach verhandelt. Der
Hauptangeklagte, ein Schüler, wird zu einer Woche Arrest
verurteilt, die weiteren Angeklagten erhalten einen Freispruch.
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06.06.09
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Die
Polizei löst im Raum Fritzlar eine Veranstaltung von
Rechtsextremen auf. Personalien von annähernd 80 Personen
werden kontrolliert. Die Veranstalter hatten Räumlichkeiten
angemietet, der Vermieter kündigt den Nazis im Beisein
der Polizei. Ein Sprecher der Polizei erklärt gegenüber
der Presse, die Polizeistation Fritzlar habe auf den Hinweis
eines Anwohners reagiert. Unbestätigten Hinweisen zufolge
soll sich der Vorfall in Uttershausen abgespielt haben, einem
Ortsteil der Gemeinde Wabern.
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02.06.09
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Unbekannte
legen auf der Gedenkstätte in Trutzhain (Schwalmstadt)
Nelken in Form eines Hakenkreuzes nieder.
Quelle:
Druckausgabe der HNA
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24.05.09
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Unbekannte
besprühen die Gedenktafel für die am 7. November
1938 zerstörte Kasseler Synagoge in der unteren Königsstraße
mit Farbe.
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21.05.09
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Bei
Fuldatal-Wilhelmshausen löst die Polizei am Himmelfahrtstag
eine Grillparty von Mitgliedern der rechten Szene auf. Die
15 bis 20 Personen, die fast alle ganz in Schwarz gekleidet
sind, ziehen darauf weiter ins benachbarte Hann. Münden.
Dort feiern sie an der Weser bei Gimte weiter und tauchen
später noch am Rand der Mündener Altstadt auf.
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09.04.09
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Unbekannte
sprühen in
der Zeit von Dienstag (07.04.09) bis Donnerstag (09.04.09)
in der Nähe von Bromskirchen ein Hakenkreuz auf einen
Wirtschaftsweg am Abzweig zu den Pumpstationen Bromskirchen
und Hallenberg. Das verbotene Symbol wird in den Farben schwarz,
rot und weiß aufgebracht. Unter dem Zeichen wird in
schwarzer Farbe "gez RSFKB" gesprüht.
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07.03.09
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Die
NPD tritt am Samstagmorgen mit Infoständen im Werra-Meißner-Kreis
auf.
Die
Rechtsextremen stehen in Sontra, Bad Sooden-Allendorf und
Eschwege. In Witzenhausen wird laut Polizei erst gar kein
Stand aufgebaut. Rund 150 Demonstranten wenden sich in Eschwege
gegen den NPD-Auftritt. Dazu aufgerufen hatte das örtliche
"Bündnis gegen Rechts".
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14.02.09
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Bei
einem Halt auf der Rückreise von Dresden wird eine Reisegruppe
aus Nordhessen auf einem Parkplatz bei Jena von rechten Schlägern
unmittelbar attackiert. Eine Person wird dabei schwer verletzt,
erleidet einen Schädelbruch. Ein weiteres Opfer wird
in ein Krankenhaus eingeliefert, insgesamt gibt es fünf
Verletzte.
Zur
Teilnahme an den Protesten gegen den rechten "Trauermarsch"
in Dresden am 14. Februar hatten der Deutsche Gewerkschaftsbund
sowie verschiedene Parteien in Nordhessen aufgerufen. Der
DGB Nordhessen organisierte zwei Busse, die von Kassel und
Schwalmstadt starteten.
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15.01.09
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Mehrere
Plakate auf dem Universitätsgelände am Holländischen
Platz in Kassel werden mit antisemitischen Parolen beschmiert.
Über den Campus verteilt werden verschiedene Parolen
wie "Down Israel" und "Fuck Zionismus"
entdeckt. In das Wort Israel ist jeweils ein Hakenkreuz eingeflochten.
Zuvor taucht in der Kasseler Innenstadt ein Flugblatt auf,
das antisemitische Klischees verbreitet. In der Innenstadt
finden sich anti-israelische Parolen und Hakenkreuze. Dabei
auch Hinweise auf die rechtsextreme website "widerstand.info".
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15.01.09
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In
Alsfeld treffen sich rund 60 Menschen, darunter AktivistInnen
der Antifa und dem Netzwerk gegen Rassismus Alsfeld, um gegen
einen Infostand der NPD im Rahmen des Landtagswahlkampfes
zu demonstrieren. Als eine Vorhut der Faschisten den Widerstand
entdeckt, sagen sie ihren Infostand ab.
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01.01.09
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Am
Neujahrsmorgen wird zwischen 4.00 und 7:30 Uhr in der "Engen
Gasse" in Frankenberg-Willersdorf ein Lieferwagen mit
mehreren Hakenkreuzen und beleidigenden Worten besprüht.
Die Kriminalpolizei in Korbach ermittelt wegen der Verwendung
von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Sachbeschädigung.
Der durch die Farbschmierereien verursachte Sachschaden beläuft
sich auf über 1.000,- Euro.
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20.12.08
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Am
Nachmittag melden sich mehrere Zeugen telefonisch bei der
Polizei und berichteten übereinstimmend von einer Gruppe
von 5-10 Jugendlichen auf dem Kasseler Weihnachtsmarkt, aus
der ein Jugendlicher den Hitlergruß zeigt und ausländerfeindliche
Parolen skandiert. Ein 15-Jähriger aus Kassel wird als
Tatverdächtiger identifiziert. Während die anderen
Personen noch auf dem Königsplatz entlassen werden, nimmt
die Polizei den 15-Jährigen mit auf die Wache.
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12.12.08
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In
der Nacht zum Freitag ritzen unbekannte Täter Hakenkreuze
in den Lack zweier Autos in Homberg. Dabei entsteht ein Schaden
von etwa 2.000 Euro. Die Fahrzeugbesitzer sind nach Einschätzung
der Polizei "völlig zufällig zu Opfern geworden".
Es liege kein Hinweis für eine gezielte Tat vor.
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11.11.08
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David
Giesler, stellvertretender Vorsitzender des NPD-Kreisverbandes
Waldeck-Schwalm-Eder, sitzt während des Vortrags "Geheime
Zeichen der Rechten" in der Schule im Ostergrund im Publikum.
Er hat eine kleine Videokamera mitgebracht, mit der er das
Publikum filmt. Nach Aufforderung durch Schulleiter Olaf Rödiger
muss der junge NPD-Funktionär die Aufnahmen nach der
Veranstaltung löschen, kontrolliert von der Polizei.
Kriminalhauptkommissar
Becker erläutert in seinem Vortrag die Erkennungszeichen
der Rechten. Die Verantsaltung findet im Rahmen der Aktionswoche
"Schwalmstadt bleibt bunt!" statt. Weil neben Giesler
noch weitere bekannte Anhänger der rechten Szene anwesend
sind, verlassen einige Besucher die Veranstaltung unter Protest.
Insgesamt besuchen über 150 Gäste die Veranstaltung.
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13.09.08
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Die
NPD tritt mit einem Infostand in Schwalmstadt-Treysa auf.
Etwa 80 Menschen versammeln sich zum friedlichen Protest vor
dem Infostand und machen ein freies Werben der Rechtsextremen
unmöglich. Nur drei Meter entfernt nehmen in einem Café
auch Anhänger der sogenannten "freien Nationalisten"
Platz. Ihrer Gesinnung geben die jungen Männer u. a.
mit diversen Symbolen auf ihrer Kleidung Ausdruck. Es handelt
sich offenbar um Anhänger oder Sympathisanten der Gruppierung,
die als "Freie Kräfte Schwalm-Eder" in diesem
Jahr durch gewalttätige Übergriffe auf Andersdenkende
ins öffentliche Bewußtsein trat. Abseits des von
der Polizei stark bewachten Schauplatzes kommt es am Mittag
zur Bedrohung eines Antifaschisten durch Anhänger der
autonomen Rechten.
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04.09.08
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Im
Bereich des Schwalmgymnasiums in Schwalmstadt werden Plakate
entwendet, die auf eine Veranstaltung zum Thema Rechtsextremismus
hinweisen. Die Plakatierung war genehmigt, das Ordnungsamt
der Stadt Schwalmstadt erklärt auf Nachfrage, die Plakatständer
nicht entfernt zu haben. Die Aufsteller werden den Vorfall
zur Anzeige bringen.
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23.08.08
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Für
rund 15 Minuten hört man auf der Frequenz des Freien
Radios Kassel am Samstagabend Neonazi-Musik. Als erste Beschwerdeanrufe
eingehen, wird die Musik sofort vom Sender genommen. Unbekannten
ist es über das Funknetzwerk des Freien Radios offenbar
gelungen, unbemerkt Musikdateien des Senders durch rechtsextreme
Lieder zu ersetzen. Das Freie Radio hat Strafanzeige gestellt,
die Polizei ermittelt.
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17.08.08
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Auf
der Kirmes in Obergrenzebach kommt es zu einem gewalttätigen
Übergriff auf einen Jugendlichen. Nach Schilderung des
Opfers zerren ihn drei Anhänger der extremen Rechten
zu Boden und treten auf ihn ein, weil sie ihn für einen
Linken halten.
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24.07.08
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Bei
einer Razzia durchsucht die Polizei 13 Wohnungen von Mitgliedern
der rechtsextremen "Freie Kräfte Schwalm-Eder".
Den "Freien Kräften" werden nach Erkenntnissen
der Staatsschützer rund 30 aktive Mitglieder und Sympathisanten
im Alter zwischen 17 und 32 Jahren zugerechnet. Sieben werden
bei der Durchsuchung vorläufig festgenommen und anschließend
wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittler stellen
zahlreiche Beweismittel sicher, darunter mehrere tausend Aufkleber
der "Freien Kräfte", Spray-Vorlagen, mehrere
Computer, Mobiltelefone und Waffen.
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20.07.08
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Am
frühen Morgen überfallen rechte Schläger das
Sommercamp des Jugendverbands ['solid] am Neuenhainer See
(Schwalm-Eder-Kreis). Eine 13-jährige Campteilnehmerin
wird schwer verletzt.
Die
Schläger fahren im Pkw eines 19-jährigen aus Willingshausen
zum Jugendcamp an den Neuenhainer See. Zwei Personen aus der
Gruppe, ein 19-jähriger Wohnsitzloser und ein 21-jähriger
aus Schwalmstadt-Treysa übersteigen den 2,5 Meter hohen
Zaun und durchstreifen das Gelände. Der 19-jährige
betritt das Zelt in welchem die 13-jährige und ihr Stiefbruder
schlafen und schlägt dort mit verschiedenen Gegenständen
auf die beiden Schlafenden ein.
Die
13-jährige erleidet Kopfverletzungen und wird in das
Krankenhaus Schwalmstadt eingeliefert, von wo aus sie aufgrund
ihrer festgestellten schweren Verletzungen in eine andere
Klinik verlegt wird. Ihr 23-jähriger Stiefbruder erleidet
leichte Verletzungen, die vor Ort behandelt werden können.
Nach
den Schlägen flüchtet der 19-jährige aus dem
Zelt wieder über den Zaun zu dem wartenden Pkw. Der 21-jährige,
der zuvor ebenfalls über den Zaun kletterte, flüchtet
durch den Haupteingang, wobei er von Campmitgliedern verfolgt
wird. In der Zwischenzeit werden aus der Gruppe heraus an
drei Fahrzeugen die Heckscheiben eingeschlagen und ein großes
Transparent der Campveranstalter, welches am Zaun angebracht
ist, gestohlen. Die Täter flüchten mit dem Pkw des
19-Jährigen, wobei Campmitglieder das Kennzeichen ablesen
können.
Vier
dringend Tatverdächtige werden noch am gleichen Tag festgenommen,
dabei sind eben jene rechten "Aktivisten", die am
Vortag bereits als Störer bei der Demo gegen Rechts in
Schwalmstadt-Treysa auffielen.
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19.07.08
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Anhänger
der "Freien Kräfte Schwalm-Eder" versammeln
sich am Rande der Demonstration gegen Rechts in Schwalmstadt-Treysa,
an der über 200 junge Menschen teilnehmen. Die Faschisten
provozieren einen Zugriff durch die Polizei, wobei ein bekannter
Kopf der rechten Gruppierung [Name
bekannt] vorläufig
festgenommen wird.
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Juli
2008
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Einwohner
der Stadt Gudensberg fühlen sich von einer Gruppe Jugendlicher
gestört, die in den letzten Wochen mehrfach am späten
Abend und in der Nacht die Parole "Heil Hit***!"
gerufen haben sollen.
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08.06.08
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Am
frühen Morgen rollen vier PKW aus Schwalmstadt durch
den Frielendorfer Ortsteil Todenhausen. Eine Gruppe von schwarz
gekleideten und maskierten Jugendlichen, so Augenzeugen, verteilt
sich mit großen Steinen in den Büschen am Jugendclub,
der um diese Zeit bereits geschlossen ist. Einige Todenhäuser
Jugendliche bemerken das Geschehen auf dem Heimweg von einer
Fete und gehen zum Jugendclub. Als sie dort eintreffen, kommen
die Angreifer aus allen Richtungen und beginnen eine heftige
Schlägerei. Zwei Jugendliche müssen im Krankenhaus
behandelt werden. Bei den Tätern soll es sich um bekannte
Anhänger der rechtsextremen Gruppierung "Freie Kräfte
Schwalm-Eder" handeln.
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06.06.08
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Neonazis
aus dem Umfeld der Freien Kräfte Schwalm-Eder
attackieren bei einer Abi-Fete auf dem Haaßehügel
in Schwalmstadt-Treysa eine junge Frau, die dabei stürzt
und verletzt wird. Einen Tag später wird ein junger Mann
von einer Gruppe Rechtsextremer angegriffen, wiederum im südlichen
Schwalm-Eder-Kreis.
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19.05.08
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Zwei
bekannte Kasseler Neonazis fotografieren am Abend die TeilnehmerInnen
der Gedenkveranstaltung anlässlich des 75. Jahrestages
der Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten in
Kassel.
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17.05.08
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Die
NPD betreibt einen Infostand auf einem Parkplatz in Melsungen.
David Giesler, Kandidat für die NPD im Wahlkreis 7 Schwalm-Eder
I bei den Landtagswahlen 2008, verteilt mit einem weiteren
Aktivisten neben Mitgliedsanträgen und Flugblättern
beispielsweise auch die "Schulhof-CD".
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06.05.08
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Das
Bundesinnenministerium verbietet zwei rechtsextreme Vereine,
darunter auch das "Collegium Humanum" aus dem ostwestfälischen
Vlotho. In diesem Zusammenhang finden auch in Nordhessen Hausdurchsuchungen
statt. Nach Angaben der örtlichen Tageszeitung findet
eine Durchsuchung auch beim Verein "Bauernhilfe"
in Söhrewald (Landkreis Kassel, Teilorganisation des
"Collegium Humanum") statt. Bei dieser und einer
weiteren Durchsuchungsaktion im Schwalm-Eder-Kreis werden
Computer, Kontounterlagen, DVDs und Schriftverkehr sichergestellt.
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26.04.08
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Die
NPD führt einen Infostand in der Innenstadt von Bad Wildungen
durch. Begleitet wird die rechtsextreme Partei dabei von einer
Gruppe junger Rechter, die in Schwarz und überwiegend
vermummt auftreten.
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21.04.08
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Die
sogenannte "Montagskundgebung Kassel - basisdemokratisch"
um den Spangenberger Peter Pawlak tritt nach wie vor mit einem
Infostand in der Kasseler Innenstadt auf. Die geschichtsrevisioistischen
Reden der "Reichsbürger" schallen wie an jedem
Montag durch die Fußgängerzone in der Oberen Königsstraße.
Am Mikrofon spricht auch der Kasseler Uni-Absolvent Frank
Schmiedel.
Im
Bereich des Infostandes verteilt heute außerdem ein
Anhänger der "Bürgeraktion für unsere
Zukunft (BAUZ) in Kassel" ein Blatt mit dem Titel "BAUZ-Report
Nr. 4/2008". In dem Papier heißt es u.a. (Zitat):
"Sodann ist Zug um Zug das deutsche Staatsgebiet nach
Völkerrecht wiederherzustellen, das heißt, das
Deutsche Reich (mit kleinen Anpassungen) in den Grenzen von
1914 und 1939." Auch die Kreisverbände der NPD
und der Republikaner werben auf dem Blatt.
Rund
30 AntifaschistInnen demonstrieren heute lautstark aber friedlich
gegen die braunen Umtriebe in der Fußgängerzone.
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20.04.08
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Unbekannte
Täter zerstechen am Nachmittag den rechten Vorderreifen
eines Kleinbusses in der Dresdner Straße, Bereich Parkplatz
"Leistersche Wiese".
Das Fahrzeug, das auf beiden Seiten mit Aufschriften "Die
Linke" versehen ist, wurde dort von der Halterin abgestellt.
Dabei handelt es sich um die Kasseler Landtagsabgeordnete
Marjana Schott von der Partei "Die Linke".
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April
2008
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Der
Organisator des Kasseler Festivals "Aufmucken gegen Rechts"
wird von Neonazis terrorisiert. Innerhalb der letzten zwei
Wochen sind seine Haustür und sein Briefkasten sechs
Mal beschädigt worden. Am Mittwochmorgen fand er seinen
Namen zusammen mit einem Galgen-Männchen und zwei großen
Hakenkreuzen auf seiner Tür.
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06.04.08
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Vermutlich
am Wochenende schmieren Unbekannte in der Kasseler Aue rechtsextreme
Parolen und entsprechende Symbole auf die Rohre entlang der
Kleinen Fulda. Die Polizei beziffert den Schaden auf insgesamt
2.500 Euro. Auch am Ehrenmal unterhalb der Schönen Aussicht
sowie in der Fußgängerunterführung am Altmarkt
tauchen Schmierereien auf.
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01.04.08
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Mindestens
sieben
Neonazis versammeln sich anlässlich einer Versammlung
der Volksbank Mittelhessen in Stadtallendorf, um unter dem
Deckmantel des Antikapitalismus ihre Propaganda zu verbreiten.
Identifiziert wird dabei Manuel M., Kopf des sogenannten "Aktionsbüro
Mittelhessen (ABM)". AntifaschistInnen protestieren gegen
den Auftritt der Rechtsextremen.
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01.03.08
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Die
NPD hält eine Versammlung in Kassel ab. Angemeldet wurde
die geschlossene Veranstaltung in der Gaststätte "Zum
Anker" im Kasseler Stadtteil Bettenhausen für bis
zu 80 Teilnehmer. Nach Bekanntwerden der Versammlung finden
sich rund 60 AntifaschistInnen zu einer Spontandemonstration
vor dem Gasthaus ein. Der Protest bleibt ausgesprochen friedlich.
Ein übertriebenes Aufgebot von geschätzten 120 Polizisten
formiert sich bereits vor Eintreffen des antifaschistischen
Protests vor der Gaststätte.
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10.01.08
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Auf
einem Parkplatz an der Wolfhager Straße im Kasseler
Stadtteil Rothenditmold brennt am Donnerstagabend ein PKW.
Es entsteht ein Schaden in Höhe von etwa 4.000 Euro.
Die Kasseler Kriminalpolizei geht nach ersten Ermittlungen
von Brandstiftung aus. Der Halter erklärt, er vermute
eine Brandstiftung und gehe von einem politischen Hintergrund
aus, da er sich öffentlich gegen Rechtsextremismus einsetze.
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07.01.08
08.01.08
09.01.08
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Der
Landesvorsitzende der NPD in Hessen, Marcel Wöll, ist
mit weiteren Anhängern der Scheindemokraten im Rahmen
einer Wahlkampftour in Nordhessen unterwegs. Der Kleinbus
der Rechtsextremen macht dabei täglich Station in mehreren
Städten eines Landkreises. Mit einem Infostand und mit
einer Lautsprecheranlage verstärkt wollen die zweifelhaften
Politiker so zur Landtagswahl auf sich aufmerksam machen.
In vielen Gemeinden, so auch am Montag in Kassel, wird der
Auftritt der NPD von lauten Protesten begleitet.
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29.12.07
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Die
NPD hat nach eigenen Angaben am Samstag erneut einen Infostand
in Bad Wildungen durchgeführt. Am 18.08.2007 war die
nordhessische NPD mit einem Infostand in Bad Wildungen erstmals
im Rahmen des Landtagswahlkampfes in Erscheinung getreten.
Am 13.10.2007 hatten die Anhänger der NPD angesichts
zahlreicher Gegendemonstraten auf den Aufbau ihres angemedeten
Infostandes in Bad Wildungen verzichtet.
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15.12.07
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Nach
eigenen Angaben hat die nordhessische NPD am Samstag einen
Infostand in Frielendorf betrieben.
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09.11.07
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Etwa
40 Anhänger kann die NPD für ihren angemeldeten
Fackelmarsch von Philippsthal ins thüringische Vacha
mobilisieren. Rund 1000 Menschen demonstrieren nach Polizeiangaben
am Freitagabend in Philippsthal friedlich gegen den NPD-Aufmarsch.
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03.11.07
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Nach
eigenen Angaben hat die NPD am Samstag erneut einen Infostand
in Fritzlar durchgeführt. Ein Infostand der Fritzlarer
Jusos sorgte für Gegenwind. Im September war der NPD-Stand
schon einmal nahe den Marktständen in Fritzlar aufgetreten.
Hier hatte es weder Widerstand von Seiten der Stadt, noch
Proteste von BürgernInnen in der Kleinstadt gegeben.
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03.11.07
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Die
Republikaner betreiben einen Infostand auf dem Kasseler Königsplatz.
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24.10.07
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Aus
Mangel an Beweisen werden fünf Neonazis, die sich wegen
einer Schlägerei vor der Kasseler Kneipe "Stocki"
im März 2007 verantworten mussten, am Mittwoch vor dem
Kasseler Amtsgericht freigesprochen.
Beobachter
waren vom Auftritt einiger Sympathisanten im Publikum schockiert.
Mit kahl geschorenen Schädeln, Bomberjacken und militärischer
Kleidung wirkte ihr Auftritt provozierend und einschüchternd.
Ein
25-jähriger Kfz-Mechaniker wurde an einem Morgen im März
vor der als Nazi-Kneipe bekannten Gaststätte "Stadt
Stockholm" brutal zusammengeschlagen und -getreten. Zwei
Eritreer hatten in der Kneipe getrunken und sahen sich bald
mit rassistischen Beleidigungen konfrontiert. Sie wurden aufgefordert,
sich vor die Kneipe zu begeben. Dort wartete die Gruppe kahlköpfiger
Männer. Die beiden Eritreer riefen die Polizei. Das Opfer
hat sich dann möglicherweise für die beiden bedrohten
Gäste eingesetzt und darauf so schwere Schläge erfahren,
dass er sich nicht genau erinnern kann.
Trotz
des Freispruches steht dem Hauptangeklagten noch eine lange
Zeit im Gefängnis bevor. Der 22-jährige selbst ernannte
Neonazi, dessen Vorstrafenregister üppig gefüllt
ist, wurde erst vor wenigen Wochen wegen einer Schlägerei
zu 15 Monaten Haft verurteilt worden.
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20.10.07
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Nach
eigenen Angaben hat die NPD am Samstag einen Infostand in
Melsungen durchgeführt. Bereits für den 29. September
hatten die Rechtsextremen einen Infostand in Melsungen angemeldet,
hatten ihren Auftritt aber kurzfristig abgesagt. Damit waren
sie einer Protestveranstaltung ausgewichen, die sich am 29.
September auf dem Marktplatz in Melsungen versammelte.
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13.10.07
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Die
NPD in Nordhessen hat erneut einen Infostand in Bad Wildungen
geplant. Als die Faschisten am Morgen erscheinen, sind um
den zugewiesenen Platz für den NPD-Tisch herum bereits
ein halbes Dutzend Infostände von Gegnern aufgebaut -
alle ordentlich angemeldet. Ein starkes Engagement zeigen
hier wieder die SPD, der BUND, Künstler und Kulturvereine.
Die Aktivisten der NPD geben angesichts der Situation bekannt,
sie würden ihren Stand nicht aufbauen und statt dessen
ihre Flugblätter in Form einer "Briefkasten-Aktion"
verteilen. Einen geplanten Infostand am 29.09.2007 in Melsungen
hatte die NPD im Voraus abgesagt. Auch in Melsungen gab es
Proteste.
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09.10.07
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Die
örtliche Tageszeitung, die Hessisch-Niedersäsische
Allgemeine HNA, druckt erneut einen Leserbrief der Rechtsextremistin
Ingeborg Godenau. Die Aktivistin, die schon für verschiedene
rechtsextreme Parteien und Bündnisse aktiv war, nutzt
das Thema Armut für ihre braune Propaganda. Die HNA druckte
Leserbriefe von Frau Godenau bereits vorher und lässt
diese auch unkommentiert. Dass die Lehrerin wegen ihres Engagements
für die extreme Rechte bereits aus dem aktiven Schuldienst
flog, scheint für die Redakteure der HNA kein Problem
zu sein.
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22.09.07
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Die
NPD in Nordhessen tritt mit einem Infostand in Frankenberg
auf. Betrieben wird der Stand u.a. von dem Ehepaar Godenau
aus Gilserberg-Sebbeterode und dem jungen David Giesler aus
dem Felsberger Ortsteil Neuenbrunslar. Giesler ist Direktkandidat
der NPD für den Wahlkreis Schwalm-Eder I bei den Landtagswahlen
im Januar.
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16.09.07
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An
Vorder- und Hintertür und in der Nachbarschaft des Betreibers
unserer Seiten werden rechtsextremistische Flugblätter
ausgelegt. Die Hetzschriften zeigen auch Fotos des Betroffenen,
die Kasseler Neonazis im Mai bei einer antifaschistischen
Demonstration aufgenommen hatten. Der Text enthält ausschließlich
konstruierte Zusammenhänge zu vermeintlichen linksextremistischen
Verbindungen in Kassel und ist in Teilen eine ins Gegenteil
verkehrte Kopie der jüngsten antifaschistischen Veröffentlichungen.
Das
Flugblatt tauchte in der Nacht noch an anderen Stellen in
Kassel auf.
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13.09.07
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Unbekannte
schmieren in Paderborn rechtsextremistische Parolen an die
Außenwand einer Synagoge. Die Polizei leitet ein Strafverfahren
ein.
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Sept.
2007
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Die
NPD tritt mit Infoständen in Fritzlar und Schwalmstadt-Treysa
(Schwalm-Eder-Kreis) auf. Nennenswerte Proteste gibt es nicht.
Im August stand die NPD mit einem Infostand in Bad Wildungen.
Hier hatte die Stadt, in Person des Bürgermeisters, zu
einer Gegenkundgebung aufgerufen.
Infostände
müssen bei den Ordnungsämtern angemeldet werden.
In Fritzlar spielte die Stadt das alte Spiel: nichts sehen,
nichts hören, nichts sagen.
Bis
Januar 2008 (Landtagswahl) ist in Hessen vermehrt mit Infotischen
der NPD zu rechnen.
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Aug.
2007
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Nach
dem Anschlag auf die Geschäftsräume der LINKEN in
Kassel werden der Partei Drohungen per e-mail zugestellt.
Hört auf mit dem politischen Engagement, wenn Euch
Eure Familie wichtiger ist, so sinngemäß der
Inhalt der e-mails. Die Polizei kann über die IP-Adresse
den Absender ermitteln, der hatte sich nicht einmal Mühe
mit der Verschleierung gegeben. Festgenommen wird Maksim Blumhardt,
Betreiber der Internet-Medien des sogenannten "Freien
Widerstands Kassel". Blumhardt gibt in der Vernehmung
zu, Schreiber der e-mails zu sein.
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21.08.07
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In
der Nacht wird der dritte Anschlag auf das Büro der Partei
DIE LINKE in Kassel verübt. Im Januar war bereits die
Glasfront des Büros in der Erzbergerstraße eingeworfen
worden. Nach dem Umzug der Partei in die nahe Schillerstraße
wurden dort am 16. Juli mehrere Teile des Schaufensters zerstört.
Die übrigen Scheiben wurden in der vergangenen Nacht
eingeworfen. Die Partei vermutet hinter den Anschlägen
Aktivitäten organisierter Rechtextremisten.
Es
wurde Strafantrag gestellt.
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18.08.07
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Anhänger
der NPD treten mit einem Infostand auf dem Postplatz in Bad
Wildungen auf. Das Kasseler Verwaltungsgericht hatte am Freitag
einem Eilantrag stattgegeben und damit gegen die Stadtverwaltung
entschieden. Die Stadt Bad Wildungen hatte die Erlaubnis für
den Stand verweigert, weil die NPD als verfassungsfeindlich
und rechtsextrem einzustufen sei. Etwa hundert Gegendemostranten
folgen einem Aufruf verschiedener Parteien und protestieren
lautstark gegen die Neofaschisten. Bürgermeister Volker
Zimmermann war ebenfalls unter den Demonstranten und zeigte
null Toleranz für eine Partei mit "perversen Parolen",
die Gerichte eines Staates in Anspruch nehme, deren Verfassung
sie ablehne.
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16.07.07
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Zwei
Schaufensterscheiben des neuen nordhessischen Büros der
Partei DIE LINKE. in Kassel wurden in der Nacht mutwillig
zerstört. Der Sachschaden beträgt rund 4.000 Euro.
Insgesamt wurden vier Pflastersteine durch die Scheiben geworfen.
Auch ein Teil der Einrichtung nahm dabei Schaden. Strafantrag
ist gestellt. Die Versicherung übernimmt den Schaden.
Im Januar flog schon einmal ein Pflasterstein durch das Schaufenster
des alten Büros. So fällt es schwer zu glauben,
dass für die Tat kein politisches Motiv in Betracht kommt.
In diesem Zusammenhang rücken die verstärkten rechtsradikalen
Aktivitäten der letzten Monate in Nordhessen in den Blick.
Bilder
im Archiv
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01.07.07
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In
der Nacht von Samstag auf Sonntag wird in der Fritzlarer Gaststätte
"Goldrausch" eine junge Frau von Rechtsextremisten
beleidigt, bedroht und tätlich angegriffen. Die junge
Frau feiert mit ihrem Freund und Begleitern einen Geburtstag
in der Kneipe. Eine Gruppe Rechtsextremisten, teilweise mit
szenetypischer "Thor Steinar"-Kleidung bekleidet,
beleidigt und bedrängt die Geburtstagsfeier ohne dass
es vorher zu einem Streit gekommen war. Das bunte Erscheinungsbild
der Geburtstagsgäste ist wohl einziges Motiv für
den Übergriff. Mehrfach rufen die Neonazis das verbotene:
"Heil H*****!" Die junge Frau ruft die Polizei.
Zwei Fritzlarer Beamte erscheinen, eine Anzeige wollen sie
jedoch nicht aufnehmen! Weder eine Anzeige wegen Beleidigung
oder Bedrohung, noch eine Anzeige wegen der Äußerung
verfassungsfeindlicher Inhalte. "Das interessiere
sie nicht..." sollen die Polizeibeamten geäußert
haben.
antimanifest
befragte den Eigentümer der Gaststätte am Abend.
Er war in der Nacht selbst anwesend und bestätigte die
Auseinandersetzung und den Polizeieinsatz. Rechtsextremistische
Äußerungen will der Kneipenbetreiber aber nicht
wahrgenommen haben. Auf die Frage, ob man in seiner Gaststätte
"Heil H*****!" rufen könne, bzw. ob
er dafür ein Hausverbot aussprechen würde, antwortete
er sinngemäß: "Wissen Sie, es gibt immer
mehr Leute, die `Heil H*****!´ rufen. Wenn ich da jedesmal
ein Hausverbot aussprechen würde..."
Ergänzung
08.08.2007:
Das
zuständige Kommissariat der Kriminalpolizei in Homberg/Efze
hat den Einsatzbericht in Fritzlar angefordert und führt
nun Ermittlungen und Zeugenbefragungen durch. Der Einsatzbericht
soll nach unseren Informationen tatsächlich keinen Hinweis
auf ein politisches Motiv und die strafrechtlich relevanten
Äußerungen enthalten. Weil die eingesetzten Beamten
auch die Aufnahme einer entsprechenden Anzeige abgelehnt hatten,
behalten sich die Betroffenen eine Dienstaufsichtsbeschwerde
vor. Die Polizei geht ihrer Arbeit nun also doch noch nach,
was wir nicht verleugnen wollen. Die Veröffentlichung
des Übergriffs u.a. durch antimanifest und eine aktionistische
Reaktion von [´solid]
Schwalm-Eder hatten in der Sache
für Aufmerksamkeit gesorgt.
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21.06.07
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Die
sogenannte "Interim Partei Deutschland - Das Reicht!"
gibt die Gründung eines Landesverbandes Hessen bekannt.
Auf der Internetseite der Reichsbeschwörer findet man
auch Fotos von einer zuvor abgehaltenen Versammlung des hessischen
Landesverbandes am 12.06.2007. Über 30 Beteiligte sind
zu sehen. Der Partei stehen in der Bad Hersfelder Innenstadt
auch Räumlichkeiten zur Verfügung.
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03.06.07
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Das
Amtsgericht Frankenberg verurteilt einen 20-jährigen
Facharbeiter zu einer Geldstrafe von 35 Tagessätzen.
Während einer Abi-Fete am 23. Dezember 2006 zeigte der
Angeklagte zwei Mal öffentlich den verbotenen Hitlergruß
als ein Lied der Gruppe "Böhse Onkelz"
läuft.
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27.05.07
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Ein
40-jähriger Mann aus Kassel wird in Willingen an der
Talstation des Ettelsbergliftes brutal zusammengeschlagen.
Das Opfer ist mit einer Gruppe zu Gast in einer Hütte
auf dem Ettelsberg. Dort kommt es bereits zu verbalen Auseinandersetzung
mit dem Ttäter weil dieser mit seinem Foto-handy Frauen
unter den Rock fotografiert. Der 40-Jährige aus Kassel
fordert ihn auf, das zu lassen. Gegen 17 Uhr fährt die
Gruppe des Kasselers mit dem Lift vom Berg hinab, das Opfer
geht an der Talstation auf die Toilette. Als er nach einiger
Zeit nicht wiederkommt, sehen seine Freunde nach und finden
ihn blutüberströmt. Der Kasseler erleidet mehrere
Kochenbrüche im Gesicht, ein schweres Schädel-Hirn-Trauma
und Prellungen. Er wird in einer neurologischen Spezialklinik
behandelt. Die Polizei in Korbach geht davon aus, dass der
Täter, der eine Glatze und eine markante Tätowierung
hat, der rechten Szene angehört.
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12.05.07
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Ein
Rabbi der jüdischen Gemeinde Kassel wird am Abend des
12.05.2007 von Jugendlichen beleidigt. Der Rabbi spaziert
mit seiner Familie und Freunden auf durch die Karlsaue. In
der Nähe des Rondells fragen angetrunkene Jugendliche
die Kinder des Rabbis, ob sie auch Schnaps trinken wollten.
Als der Rabbi ,erkennbar durch das Tragen einer Kippa, die
Jugendlichen bat, dies zu unterlassen, wird er von diesen
massiv mit antisemitischen und rassistischen Äußerungen
beleidigt. Anschließend verschwinden die Jugendlichen.
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20.04.07
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Sechs
Jugendliche feiern in Bad Wildungen (Kreis Waldeck-Frankenberg)
unter freiem Himmel eine "Führer-Geburtstagsparty".
Die
Stadt Bad Wildungen macht den Vorfall erst öffentlich,
als die NPD mit einem Infostand in der Bad Wildunger Innenstadt
am 18. August 2007 die Aufmerksamkeit auf lokale Aktivitäten
lenkt. Man habe versucht, das Problem in den Griff zu bekommen,
ohne die Öffentlichkeit zu informieren, sagte Bürgermeister
Volker Zimmermann (FDP).
Quelle:
HNA online vom 24.08.2007
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18.04.07
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Die
HNA druckt einen Leserbrief der Rechtsextremistin Ingeborg
Godenau aus Sebbeterode. In ihrer Schmähschrift nimmt
Godenau Stellung zur aktuellen Diskussion um die Schaffung
von Krippenplätzen und stellt sich hinter die umstrittenen
Äußerungen von Bischof Mixa. Mixa, Bischof von
Augsburg und deutscher katholischer Militärbischof hatte
im Februar geäußert, wer mit staatlicher Förderung
Mütter dazu verleite, ihre Kinder bereits kurz nach der
Geburt in staatliche Obhut zu geben, degradiere die Frau zur
Gebärmaschine. Die Rechtsextremistin aus
dem Schwalm-Eder-Kreis verbreitet über die örtliche
Tageszeitung nun ihr Frauenbild. Sie sei sechsfache Mutter
und stolz auf ihre Mutter-Rolle. Godenau lehnt es ab, dass
Frauen heute selbstverständlich alle Berufe ausüben.
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25.03.07
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Als
Betreiber dieser Internetseite wird antimanifest weiter von
nordhessischen Neofaschisten bedroht. An der Haustür
des Betreibers hinterlassen Unbekannte Aufkleber mit dem Spruch:
"antifa ihr könnt mich mal". Das Abziehbild
zeigt außerdem eine Faust mit ausgestrecktem Mittelfinger.
Der Eigentümer des Hauses wird Anzeige erstatten.
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17.03.07
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Die
Polizei verhindert in der Nacht auf Sonntag ein als Geburtstagsfeier
getarntes Treffen von Rechtsradikalen im Kasseler Stadtteil
Wesertor. Ein 30-jähriger, der nach Polizeiangaben der
rechten Szene zuzuordnen ist und bereits einschlägig
in Erscheinung getreten ist, mietet dazu die Räume eines
Motorradclubs an. Neben etwa 40 Extremisten aus Hessen und
angrenzenden Bundesländern sind auch zwei Rechtsrock-Bands
angereist, deren Lieder teilweise indiziert sind.
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18.02.07
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Nachdem
ein Seminar zum Thema Rechtsextremismus des Kreisschülerrats
des Schwalm-Eder-Kreises am 12.02.07 in der HNA angekündigt
wurde, werden aktive Schülerinnen und Schüler von
Rechtsextremen bedroht. Auch eine gänzlich unbeteiligte
Schülerin wird dem Kreisschülerrat zugeordnet und
zum Opfer der Aggressionen. Unbekannte senden dem Mädchen
eine sms als diese ihr Elternhaus verlässt und geben
ihr zu verstehen, dass sie beobachtet wird. Die Betroffenen
wenden sich an die Polizei.
Beeindrucken
können auch 4 junge "Nationaldemokraten" nicht,
die sich als TeilnehmerInnen in das Seminar einschleichen.
Die drei Jungen und ein Mädchen haben offensichtlich
den Auftrag zur Einflussnahme und äußern rechte
Parolen. Die angefachte Diskussion zeigt, dass hohle Sprüche
und Rassismus die einzigen Mittel der jungen Rechtsextremen
sind. Die Störer verlassen das Seminar schnell wieder.
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06.02.07
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Acht
Neonazis finden sich anlässlich einer DGB-Veranstaltung
zum Thema Rechtsextremismus am Kasseler Philipp-Scheidemann-Haus
ein. Ihre Anwesenheit soll Aufmerksamkeit erzeugen und die
Besucher der Veranstaltung einschüchtern. Unter den Störern
sind der stellvertretende Landesvorsitzende der Jungen Nationaldemokraten
JN, Mike Sawallich, sowie Roy Godenau, bekannter Neonazi aus
dem Schwalm-Eder-Kreis. Der international aktive Roy Godenau,
ein gebürtiger US-Amerikaner, kam 1969 in die Bundesrepublik
und nennt sich seit der 1977 erfolgten Heirat mit Ingeborg
Godenau (Bürgerbündnis Pro Schwalm-Eder) mal Armstrong,
mal Godenau.
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10.01.07
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Unbekannte
werfen in der Nacht vom 09.01. auf den 10.01. einen Stein
in die Glasfront des Büros der Linkspartei in Kassel.
Das Schaufenster geht dabei zu Bruch. Ein Fall für die
Versicherung, weiterer Schaden entsteht nicht. Vor dem Hintergrund
der deutlichen und ansteigenden Fälle rechtsextremer
Gewalt in der Region kann von einem politisch motivierten
Anschlag ausgegangen werden. Die Polizei besichtigt den Tatort
und nimmt die Anzeige der Partei auf, die sich das Büro
mit der Kasseler Erwerbsloseninitiative KEI teilt.
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05.01.07
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Aktivisten
der Jugendorganisation der rechtsextremen NPD werfen Flugblätter
vom Parkhaus über einem Kasseler Kaufhaus. Die Blätter
segeln auf den zentralen Opernplatz, wo AntifaschistInnen
mit einem Infostand über die aktuelle Entwicklung der
regionalen Neonazi-Szene informieren und Unterschriften für
ein Verbot der sogenannten "Freien Kameradschaft Kassel"
sammeln. Inhalt des Flugblattes ist u.a. der Aufruf zur Teilnahme
an einer längst vergangenen Veranstaltung. Kurz darauf
nehmen der stellvertretende Landesvorsitzende der Jungen Nationaldemokraten
in Hessen Mike Sawallich und Manuel v. B. im gegenüberliegenden
Café platz und beobachten den Infostand beim Genuss
alkoholischer Getränke.
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01.01.07
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Das
Ehepaar Pawlak versendet wiederholt rechtsextremistische Propaganda
per e-mail. "An alle aufrichtigen Deutschen"
richten sich Aufrufe, sich gegen die "Verfälschung
der deutschen Geschichte" zu wenden. Im Anhang findet
sich u.a. ein Plan: "Vorbereitung zur Übernahme
einer Stadtverwaltung".
Peter
Pawlak ist als Montagsdemonstrant bekannt, wurde Mitglied
der zunächst als Verein gegründeten Wahlalternative
für Arbeit und Soziale Gerechtigkeit WASG und errang
bei den Kommunalwahlen im Frühjahr 2006 über die
Liste der Linkspartei einen Sitz im Kreistag des Schwalm-Eder-Kreises.
Pawlak gab seine parlamentarische Mitbestimmung jedoch auf.
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01.01.07
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Ein
Pulk von etwa 30 Fackelträgern, dunkel gekleidet und
mit Springerstiefeln ausgestattet, marschiert in der Silvesternacht
kurz nach Mitternacht durch den Bad Emstaler Ortsteil Riede.
Die Gemeinde hat das Dorfgemeinschaftshaus in Riede für
den Silvesterabend an die Mutter eines 19-jährigen aus
Riede vermietet. Im Dorfgemeinschaftshaus formiert sich der
Fackelzug und eine Zeugin hört, wie das verbotene Horst-Wessel-Lied
abgespielt und mitgegrölt wird. Bad Emstals Bürgermeister
Ralf Pfeiffer ist entsetzt. Die Polizei ermittelt u.a. wegen
des Verdachts einer Straftat nach § 86a StGB. Der 19-jährige
Tatverdächtige sei bislang noch nicht polizeilich in
Erscheinung getreten. Hinweise, er könne einer möglichen
rechtsextremen Szene angehören, sehen die Behörden
nicht. Die Vernehmung seiner Bekannten soll ebenfalls keine
Hinweise ergeben haben, weil diese angäben, keine Rechtsextremisten
eingeladen oder gekannt zu haben.
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30.12.06
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Am
29.12. findet im Kirchberger Jugendclub eine Geburtstagsfeier
mit über 40 jungen Leuten statt. Gegen 22 Uhr mischen
sich 5 Personen im Alter zwischen 16 und 20 Jahren unter die
Partygäste. Sie fallen durch besonders kurz geschorene
Haare und schwere Stiefel negativ auf und stören bald
die friedliche Geburtstagsfeier. Ein Mitarbeiter der Wolfhager
Jugendpflege hat darauf einige Mühe, die ungebetenen
Störer der Räumlichkeiten zu verweisen. Als die
Feier etwa um 3.00 Uhr endet, verlässt der Sozialarbeiter
mit 4 Bekannten den Jugendclub. Plötzlich stehen etwa
zehn Maskierte vor ihnen. Der Mitarbeiter der Jugendpflege
wird unmittelbar geschlagen, vermutlich mit Schlagringen und
einem Baseballschläger. Auf der Flucht verliert das Opfer
seine Bekannten. Vor seiner Wohnung angekommen, warten erneut
fünf maskierte Schläger auf ihn und wenden ein Reizgas
an.
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10.12.06
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In
Kaufungen beendet die Polizei in der Nacht zum Sonntag ein
Treffen von Rechtsextremisten. Ein Mitarbeiter der Gemeinde
Kaufungen erklärt den Mietvertrag für das Dorfgemeinschaftshaus
als beendet. Bei der Auflösung der Veranstaltung leisten
Gruppenmitglieder Widerstand, es kommt zu Handgreiflichkeiten.
Ein 23-jähriger Kaufunger wirft mit einer Bierflasche
nach Beamten und wird festgenommen. Sieben weitere Personen
werden in Gewahrsam genommen, als sie nach Verlassen der Räumlichkeiten
im Bereich der Leipziger Straße weiter rechtsradikale
Parolen grölen. Sie werden am Sonntag nach und nach entlassen.
Gegen sie wird wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger
Organisationen ermittelt.
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01.12.06
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Unbekannte
Täter hinterlassen in der Nacht im Bereich der Weserstraße
in Kassel insgesamt 22 Hakenkreuze. Die bis zu 100 mal 100
Zentimeter großen Symbole werden mit roter Farbe unter
anderem auf die Motorhaube eines Gemeindefahrzeugs, auf Häuserwände
und in den Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses gesprüht.
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31.11.06
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In
einer Gaststätte in Bad Hersfeld singen zwei junge Männer
das verbotene Horst-Wessel-Lied. Besucher der Gaststätte
schreiten ein, als die jungen Männer einen Gast türkischer
Herkunft beschimpfen. Mehrmals fällt das Wort ´Gaskammer´.
Auf die Aufforderung, die Gaststätte sofort zu verlassen
reagieren die Rassisten erst, als sich noch weitere Gäste
einmischen.
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25.11.06
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Die
NPD betreibt mit Unterstützung ihrer Jugendorganisation
JN morgens einen Infostand in Alsfeld. Der öffentliche
Auftritt der Rechtsextremen wird von lautstarkem Protest begleitet.
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Herbst
´06
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Bei
einem Spiel des KSV Hessen Kassel halten 10 rechtsextreme
Hooligans während der Aktion "Wir zeigen dem Rassismus
die Rote Karte" weiße Karten hoch und skandieren
den rassistischen Ruf "White Power". Es wird vermutet,
dass die Glatzen aus Halle kommen. Die KSV Fans unterhalten
u.a. eine Fanfreundschaft mit den Anhängern von Dynamo
Dresden.
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18.11.06
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In
Benterode in der Gemeinde Staufenberg (Landkreis Göttingen)
halten gegen 17 Uhr mehrere Fahrzeuge in der Wellebachstraße.
20 Personen steigen aus und laufen mit Fackeln, einer Fahne
und unter monotonem Trommelklang zum Benteröder Ehrenmal.
Schon an den Frisuren und der Kleidung erkennen Anwohner die
Zugehörigkeit zur rechten Szene und informieren die Polizei.
Die rechnet am Volkstrauertag, der in der rechten Szene "Heldengedenktag"
genannt wird, mit Aktionen dieser Art und schickt umgehend
20 Beamte nach Benterode. Die
Personalien der Teilnehmer werden aufgenommen, die Autos werden
durchsucht. Weil ein Großteil der Rechtsextremisten
aus dem Raum Kassel kommt, wird auch die Kasseler Polizei
informiert. Sechs Männer und fünf Frauen im Alter
zwischen 21 und 35 Jahren werden zur erkennungsdienstlichen
Behandlung ins Polizeikommissariat nach Münden gebracht.
Anschließend werden die Rechten bis zu ihren Wohnungen
begleitet.
Unter
den Teilnehmern an der nicht genehmigten Versammlung ist auch
Mike Sawallich. Der bekannte Kasseler Neonazi outet sich in
einem online-Kommentar zum entsprechenden Artikel "Der
Schock sitzt tief" der örtlichen Tageszeitung HNA
als Trommler der Gruppe. Auch die Rechtsextremistin Ingeborg
Godenau äußert sich dort offen zum Vorgehen der
Polizei. Die Zeitung stellt die Möglichkeit zum Kommentar
darauf ab.
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18.11.06
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Unbekannte
sprühen Hakenkreuze und SS-Runen an die Wände der
Unterführung im Kreuzungsbereich Heienbach/Bundesstraße
83 in Rotenburg (Landkreis Hersfeld-Rotenburg). Auch alle
Bäume, ein Geländer und Verkehrsschilder an der
Allee zum Campingplatz werden mit den Symbolen beschmiert.
Die Polizei leitet ein Ermittlungsverfahren wegen des Verbreitens
von Propagandamitteln und Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher
Organisationen ein und setzt eine Belohnung in Höhe von
500,- Euro für sachdienliche Hinweise aus.
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11.11.06
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Die
Gemeinde Frielendorf und die Polizeidirektion Schwalm-Eder
verhindern ein Konzert der rechten Szene in Großropperhausen.
Zu der Veranstaltung mit sechs nicht genannten Bands sollen
mehrere hundert Besucher kommen. Ein 23-jähriger aus
dem Schwalm-Eder-Kreis hat die örtliche Reithalle unter
dem Vorwand gemietet, eine private Feier abhalten zu wollen.
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Herbst
´06
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In
Nordhessen werden Flugblätter der Bürgeraktion
für unsere Zukunft verteilt. Verantwortlich zeichnet
Ingeborg Godenau. Godenau errang bei den Kommunalwahlen im
Frühjahr 2005 einen Sitz im Kreistag des Schwalm-Eder-Kreises
für das rechtsextreme Bürgerbündnis Pro
Schwalm-Eder. Das Flugblatt ruft dazu auf, an einer Unterschriftenaktion
teilzunehmen. Als Unterzeichner soll man sich für die
"Rückführung aller Ausländer" aussprechen.
Überschrieben ist der rassistische Aufruf mit den Worten:
"Aufruf an alle Deutschen". Nicht nur im Schwalm-Eder-Kreis,
auch in anderen nordhessischen Provinzen taucht das Blatt
auf.
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07.11.06
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Der
Gedenkveranstaltung anlässlich des Jahrestages der Progrom-Nacht
in Kassel am 7. November nähern sich zwei bekannte Aktivisten
der rechten Szene in Nordhessen. Ihr Auftritt und Äußerungen
gegenüber Teilnehmern der Gedenkveranstaltung dienen
der Provokation und der Einschüchterung. Einer der beiden
Störer ist Mike Sawallich, bekannter Kasseler Neonazi
und zentrale Figur in der Szene junger Rechtsextremer in Nordhessen.
Am 2. September 2006 wurde Sawallich in Gießen zum stellvertretenden
Landesvorsitzenden des Landesverbandes der Jungen Nationaldemokraten
JN in Hessen gewählt.
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23.09.06
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Am
Abend wird auf einem Grillplatz in Hofgeismar ein als Geburtstagsfeier
getarntes Treffen der rechten Szene durch die Polizei aufgelöst.
Um die Miete der Grillhütte mit sofortiger Wirkung zu
kündigen, begibt sich der Bürgermeister der Stadt
Hofgeismar Henner Sattler persönlich zum Veranstaltungsort.
Gleich fünf Bands stehen auf dem Programm der Neonazis:
"Agitator", "SKD", "Celtic
Dawn", "Ehre und Stolz" und "Treue,
Schwur und Julmond". Das Eingreifen der Polizei ist
Hinweisen zu verdanken, die tagsüber im Polizeipräsidium
Nordhessen eingehen.
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13.05.06
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Erneut
demonstriert die NPD mit Unterstützung der sogenannten
freien Kameradschaften in Göttingen. Nachdem die Stadt
Göttingen und das zuständige Verwaltungsgericht
zwei angemeldete Demonstrationsrouten zunächst verboten
hatten, erklärte das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg
ein vollständiges Verbot für "unverhältnismässig"
und genehmigte eine zweistündige Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz.
Rund 150 Neonazis nahmen an der Kundgebung teil. Insgesamt
6.600 Polizisten waren im Einsatz, um das Demonstrationsrecht
der Rechtsextremen durchzusetzen. Geschätzte 8.000 Demonstranten
aus diversen Lagern demonstrierten friedlich gegen den Nazi-Aufmarsch.
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20.04.06
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Im
Briefkasten eines hauptamtlichen Mitarbeiters der Linkspartei
in Kassel landet am 20. April die Ausgabe einer gewerkschaftlich
orientierten Zeitung, die mit Nazi-Propaganda beschmiert ist.
Die Zeitung wurde nicht mit der Post zugestellt. Die feige
Geste ist wohl als Einschüchterungsversuch zu verstehen.
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03.03.06
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Bei
einer Wahlkampfveranstaltung der Linkspartei in Schwalmstadt
am 3. März 2006 mit Katja Kipping (Stellvertretende Parteivorsitzende
der Linkspartei.PDS und Mitglied des Bundestages) stürmen
4 maskierte Störer den Raum. Ihr sanghaftes Gebrüll
ist etwa so zu verstehen: "Hängt alle Roten".
Die Vermummten verschwinden sofort wieder. Einige Wahlplakate
der Linkspartei im Raum Schwalmstadt werden mit ähnlichen
Parolen beklebt. Der Gebietsverband der Linkspartei in Nordhessen
sieht von einer Anzeige ab.
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04.02.06
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Am
Wochenende haben Nazis die Büdinger Marien-Kirche mit
Nazi-Parolen zum Teil antisemitischen Inhalts besprüht.
Wie die Frankfurter Neue Presse in ihrer Ausgabe vom 6. Februar
2006 berichtet, wurden Hakenkreuze, SS-Runen und Parolen wie
"Scheiß-Juden", "Wir kommen wieder"
und ähnliches in roter und silberner Farbe an verschiedenen
Stellen der fast 700 Jahre alten Kirche angebracht. Der Pfarrer
der Kirche vermutet einen Zusammenhang mit einer Veranstaltung
der Kirchengemeinde zum 100. Geburtstag des Theologen der
Bekennenden Kirche, Dietrich Bonhoeffer. Bonhoeffer hatte
sich Anfang der 40er Jahre der Widerstandsbewegung gegen den
Nationalsozialismus angeschlossen, wurde im April 1943 verhaftet
und im KZ Flossenbürg kurz vor dem Eintreffen der Amerikaner
zusammen mit seinem Schwager Hans von Dohnanyi von der SS
gehängt.
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09.01.06
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Nach
dem Besuch eines Konzerts in der Ziegenhainer Kulturhalle
wird ein 54-jähriger Ziegenhainer in der Nacht von fünf
jungen Männern brutal zusammengeschlagen. Die Polizei
ermittelt unter anderem wegen der Verwendung von Kennzeichen
verfassungsfeindlicher Organisationen. Bei den Gewalttätern
handelt es sich ganz offensichtlich um Neonazis.
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11.11.05
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Bei
einer Grillfeier im Felsberger Ortsteil Heßlar, an der
etwa 50 Personen der rechten Szene teilnehmen, stellt die
Polizei umfangreiches Propagandamaterial sicher. 29 Personen
werden vorläufig festgenommen nachdem es zu Gewaltausbrüchen
gegenüber der Polizei kam und die Einrichtung verwüstet
wurde. In der Hütte hängen u.a. eine Reichskriegsflagge
sowie ein rotes Transparent mit den Aufschriften "Nichts
ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist
und "Freie Kräfte Schwalm-Eder. Vor dem Polizeieinsatz
spielten die Gruppe Royal Hatred (Schwalm-Eder-Kreis) und
der Liedermacher Julemond (Thüringen).
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29.10.05
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Der
NPD-Landesverband Niedersachsen plant für den 29. Oktober
2005 einen Neonaziaufmarsch in Göttingen. Die Stadtverwaltung
hat den Nazis eine großzügige Aufmarschroute durch
das Uni- und Ostviertel angeboten. Ihr Aufzug wird unter dem
Druck von etwa 6.000 Gegendemonstranten durch die Einsatzleitung
abgebrochen. Brennende Barrikaden auf der geplanten Demonstrationsroute
lassen den Ordnungshütern keine andere Wahl. Am Einsatz
sind 3.800 Beamte aus verschiedenen Bundesländern beteiligt.
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30.06.05
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Am
30. Juni findet in Kassel die erste von drei Infoveranstaltungen
zum jährlich wiederkehrenden "Hess-Gedenkmarsch"
in Wunsiedel statt. Veranstalter ist unter anderem der DGB,
im DGB-Haus Kassel soll die Veranstaltung um 19.00 Uhr beginnen.
Bereits
10 Minuten vor sieben haben fünf Neonazis das DGB-Haus
betreten, sie werden von der Referentin der Wunsiedel-Veranstaltung
sehr resolut der Räumlichkeiten verwiesen.
Vor
der Tür des DGB bleiben die rechten Störer stehen.
Die Stimmung wird immer gereizter, die Polizei wird gerufen.
Ein Mitarbeiter des Freien Radios und freier Journalist macht
von seinem Recht gebrauch, die Situation auch mit Fotos zu
dokumentieren.
Die
Besatzung des eintreffenden Streifenwagens istüberfordert
und fordert Verstärkung an. Die Beamten sprechen mit
den fünf NeoNazis. Darauf wird der Journalist festgenommen.
Sein Presseausweis interessiert die Beamten nicht, den will
man ihm sogar abnehmen. Er wird zur Herausgabe der Bilder
aufgefordert, festgenommen und unsanft zum Präsidium
gebracht.
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24.04.05
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Am
frühen Sonntagmorgen, den 24. April kommt es in Frankfurt
Sachsenhauen zu einem brutalen Überfall auf vier Jugendliche.
Sie sind auf dem Weg nach Hause, als sie in Alt-Sachsenhausen
gegen 1 Uhr in Höhe der Kneipe "Oberbayern"
von einem bekannten Neonazi, wohl wegen eines "Gegen-Nazis"
Buttons beleidigt werden. Sie lassen sich jedoch nicht auf
eine Konfrontation ein und setzen ihren Weg bis zu einem Imbiss
fort. Über 15 Neonazis aus Frankfurt, Offenbach und dem
Hochtaunuskreis sammeln sich darauf am Taxistand vor dem "Oberbayern".
Nach kurzer Zeit überquert diese Gruppe die Straße
und greift die Jugendlichen unvermittelt an. Selbst als diese
schon am Boden liegen, treten die Neonazis noch auf Kopf und
Oberkörper ihrer Opfer. Einem der Jugendlichen schlagen
die Neonazis mit einer Holzlatte, in der ein Nagel steckte,
auf den Kopf. Erst als die von Passanten inzwischen alarmierte
Polizei eintrifft, flüchten die Schläger. Viele
der Täter können jedoch von der Polizei in Höhe
des "Oberbayern" gestellt werden. Die Jugendlichen
werden in der Notaufnahme des Universitätsklinikums behandelt.
Die Diagnose: Einem Jugendlichen wurden zwei Zähne ausgeschlagen,
einem anderen der Kiefer angebrochen. Ansonsten haben alle
Jugendlichen schwere Prellungen, Abschürfungen, aufgeplatzte
Lippen und Gehirnerschütterungen.
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April
2005
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Unbekannte
Täter schänden einen jüdischen Friedhof im
südhessischen Babenhausen. Wie das Polizeipräsidium
Darmstadt berichtet, wurden 13 Grabsteine umgestoßen
und aus ihrer Verankerung gerissen.
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05.04.05
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Die
Gießener Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen drei
Männer aus Mittelhessen und Unterfranken wegen Volksverhetzung
und anderer extremistischer Straftaten. Ein Landwirt aus Kirtorf
im Vogelsbergkreis hatte im Juli 2004 wiederholt seinen Hof
für ein Skinhead-Konzert zur Verfügung gestellt.
Dabei soll eine Neonazi-Band das Lied Blut angestimmt
haben, in dem zur Ermordung von Juden aufgerufen wird. Bei
Durchsuchungen im August 2004 stellte die Polizei in Kirtorf
und Bastheim (Bayern) eine große Zahl zum Teil erlaubnispflichtiger
Waffen, Propagandamaterial und verfassungsfeindliche Symbole
sicher.
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05.03.05
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Etwa
30 Neonazis ziehen im Rahmen einer angemeldeten Demonstration
durch die Altstadt von Fritzlar. Mit Transparent und Megaphon
und unter der Aufsicht eines älteren Herrn mit weissem
Rauschebart verbreiten sie abschliessend auf dem Marktplatz
ihre braune Ideologie. Ihr Aufstand gilt einem angeblichen
Überfall der lokalen linken Szene auf die Freundin eines
bekannten Neonazis. Die Polizei teilt die Vermutung der Rechten
nicht und spricht von Rivalitäten innerhalb der rechten
Szene.
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16.01.05
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Friedrichsdorf
im Taunus: Jugendliche sind am frühen Sonntag Morgen
auf dem Weg nach Hause, als ein stadtbekannter Neonazi sie
im Vorbeifahren als "Ausländerschweine" und
"Zecken" beschimpft. Als ihn die Jugendlichen daraufhin
zur Rede stellen wollen, reagiert dieser jedoch äußerst
agressiv, alarmiert über sein Mobiltelefon seine "Kameraden"
und verfolgt mit diesen im Auto die linken Jugendlichen. Die
Neonazis schlagen auf die engagierten Jugendlichen ein. Die
kurz zuvor alarmierte Polizei beendet die Auseinandersetzung.
Einer der Jugendlichen erleidet Platzwunden und Prellungen
im Gesicht, er stellt Strafantrag wegen gefährlicher
Körperverletzung.
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19.11.04
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Der
bekannte Hamburger Neonazi-Anwalt J. Rieger spricht bei einer
Veranstaltung der Kasseler Burschenschaft Germania in deren
Anwesen in der Wolfsangerstraße. Motto des Abends: "Germanischer
Glaube in unserer Zeit". Es folgt eine Anzeige wegen
Volksverhetzung und Leugnung der Shoa.
Rieger
soll einem Bericht des Hessischen Rundfunks zufolge bei dem
«burschenschaftlichen Abend» in Kassel geleugnet
haben, dass in der NS-Zeit mehrere Hunderttausend Sinti und
Roma vergast worden seien. Zugleich habe Rieger zu Gewalt
gegen Ausländer aufgerufen.
14
Studenten der rechtsradikalen Germania sind in diesem Semester
an der Kasseler Uni eingeschrieben.
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07.09.04
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Die
Waldeckische Landeszeitung berichtet über die Verschiebung
eines Prozesses wegen Ausländerfeindlichkeit gegen einen
25jährigen aus dem Umfeld des Vereins "HSV PitBull´s
(OFC) SV Wethen. Mehrere Anwohner hatten Hinweise
gegeben, daß im Umfeld des Vereins rechtsradikale Sprüche
und Musik (aus offenen Fenstern des Hauses zu hören)
verbreitet werden. Ende September 2004 werden Plakate an verschiedenen
Stellen in Wethen ausgehängt mit folgendem Text: "Wir
Wethener Bürgerinnen und Bürger distanzieren uns
von Menschen mit fremdenfeindlicher Gesinnung, die rechtsextreme
Parolen verbreiten und ausländische Mitbürger und
Mitbürgerinnen einschüchtern."
Ein
Mitglied des Vereins verspricht Kindern eine Belohnung (die
Rede ist von 100 oder 200 Euro), wenn sie ihm den Urheber
der Plakate nennen.
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Aug.
2004
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Zwei
junge Leute werden bei der Rückkehr zu ihrem Fahrzeug
am Fritzlarer Zimmerplatz von Neonazis zunächst belästigt,
als sie ihr Auto zurücksetzen und den Parkplatz verlassen
wollen, treten die Hooligans zu; zerstörte Rückleuchten,
ein Blechschaden und vor allem Angst sind die Folgen. Die
Polizei bestreitet zunächst wehement das Vorhandensein
irgendeiner derartigen Gruppe. Darüber hinaus habe man
den Parkplatz eben nicht verlassen sollen. Was könne
man nun schon tun?!
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Juli
2004
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Gefärbte
Haare reichen Rechtsradikalen als Motiv aus, als sie in der
Fritzlarer Bleichensiedlung vor die Türen eines haltenden
Autos treten. Der junge Mann erlebt, wie er in wenigen Sekunden
als Feindbild ausgemacht wird und wie kurz darauf die schweren
Stiefel in die Seite seines ersten eigenen Autos donnern.
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17.07.04
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Zum
vierten Mal in diesem Jahr ziehen rund 100 der mittelhessischen
Neonazis unter der Führung von Manuel Mann und des ABM
(Aktionsbüro Mittelhessen) durch Gladenbach bei Marburg.
Gegendemonstranten in Gladenbach und eine Kundgebung am Nachmittag
in der Marburger Innenstadt begegnen dem Auftritt.
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Juli
2004
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In
Fritzlar bekommt ein junger Mann regelmässig unbekannten
Besuch in seinem Garten. Zunächst bleibt es beim Einschüchterungsversuch
und dem Diebstahl der im Garten aufgehängten Wäsche.
Bei der Polizei findet der Betroffene keine Hilfe und muss
hilflos weitere Übergriffe wie die Zerstörung einer
Autoscheibe erdulden. Er lebt nach Auseinandersetzungen mit
der rechten Szene bereits seit längerer Zeit mit einer
neuen Identität und vermutet hier den Hintergrund der
Bedrohungen.
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Frühj
2004
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In
Zennern bei Fritzlar betreten etwa 20 Neonazis das Grundstück
einer Familie und drohen mit Gewalt. Sie vermuteten dort eine
Bekannte die sie "beschützen" wollen vor dem
jungen Mann den sie gerade besucht; dieser Freund sei ein
schlechter Umgang.
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18.04.04
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Etwa
450 NeofaschistInnen marschieren durch Marburg und Gladenbach.
Die aus dem gesamten Bundesgebiet angereisten Neofaschisten
aus dem Spektrum der millitanten Freien Kameradschaften
folgten dem Aufruf des Aktionsbüro Mittelhessen (ABM)
unter der Führung von Manuel M. und dem bundesweit bekannten
Neonaziführer C. Worch aus Hamburg. Unter dem Motto Antifa
zerschlagen wurde auf den Internetseiten des ABM um
die Beteiligung von Hooligangruppen, wie z.B. des Siegener
Bärensturm, zur dritten Halbzeit, also
zu gewaltätigen Auseinandersetzungen, in Gladenbach geworben.
Darüber hinaus gab es im Vorfeld der Demonstration mehrere
militante Übergriffe gegen vermeintliche Linke in Gießen
und Umgebung von Personen aus dem Umfeld des ABM.
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21.02.04
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Der
zweite Nazi-Aufmarsch in Gladenbach. "Freie Nationalisten
des Aktionsbündnis Mittelhessen" marschieren "gegen
die Repression des nationalen Widerstand".
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11.02.04
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Zwei
uniformierte Mitarbeiter eines Kasseler Sicherheitsunternehmens
haben in der Nacht zum 11.02.2004 vor einer Gaststätte
einen 57-Jährigen Mann, den sie für einen Ausländer
hielten, angegriffen und verletzt (Kopfwunde). Laut Zeugenaussagen
soll dabei einer der beschuldigten Männer den Arm gehoben
und "Heil Hitler" gerufen haben.
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17.01.04
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In
Gladenbach bei Marburg findet die erste von vier Demos des
sogenannten "Aktionsbündnis Mittelhessen" im
Jahr 2004 statt. Anmelder: Manuel Mann.
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Okt.
03
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Im
Oktober beschmieren unbekannte Täter in Niedervellmar
(Landkreis Kassel) ein Bahnhofshäuschen mit einem Hakenkreuz
und fremdenfeindlichen Parolen: "Zerstückelt alle
Nigger, tötet alle Asylanten, schlachtet alle Penner
ab, ermordet alle Krüppel, köpft alle Behinderten,
Sieg Heil!".
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2003
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Herbst
03
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Ein
rechter Schlägertrupp überfällt eine linksalternative
Ska-Party in einer Marburger Kneipe. Beteiligt: Dennis A.,
mehrfach vorbestrafter Gewalttäter.
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06.09.03
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Ein
Angehöriger der Skinhead-Szene Hochtaunus mietet für
den 6. September eine Hütte in Rotenburg-Mündershausen
(Kreis Hersfeld-Rotenburg) an. Er gibt vor, die Hütte
für eine Privatfeier zu benötigen. Nachdem bekannt
wird, daß dort ein Skinhead-Konzert stattfinden soll,
wird die Zusage widerrufen. Ein Rechtsextremist aus Kirtorf
stellt daraufhin sein Anwesen, auf dem schon mehrfach Skinhead-Konzerte
stattfanden, zur Verfügung. Vor etwa 200 aus dem ganzen
Bundesgebiet angereisten Skinheads treten Gegenschlag,
Rachezug und Rassenhass auf.
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2003
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Aug.
2003
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Auf
einem jüdischen Friedhof im Kasseler Stadtteil Bettenhausen
werden 56 Gräber geschändet. Unbekannte Täter
stürzen laut Polizei mit erheblichem Kraftaufwand die
bis zu 900 Kilogramm schweren Grabsteine um oder lassen angehobene
Grabsteinplatten fallen. Es entsteht ein Schaden von mindestens
25.000 Euro.
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01.03.03
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Der
wegen dem Mord an einem Obdachlosen vorbestrafte Neonazi Bernd
Tödter gründet in Wethen bei Diemelstadt den Verein
"Fanclub zur Erhaltung und Förderung des Hamburger
Sport-Verein e.V." Der Verein fällt mit Nazi-Parolen
und Übergriffen auf Ausländer und Andersdenkende
auf. Der Verein wird am 22.05.2004 umbenannt: "HSV PitBull´s
(OFC) SV Wethen
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20.02.03
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Mordanschlag
auf einen 48-jährigen Geschichtslehrer aus Kassel. Als
dieser kurz vor sechs Uhr das Frühstück zubereitet,
gibt es plötzlich einen explosionsartigen Knall. Unmittelbar
darauf entdeckt er ein Projektil, das mit großer Wucht
durch Scheibe und Kunststoffrollo des Küchenfensters
geflogen ist. Das Metallstück, etwa so groß wie
ein kleines Bonbon, war in ein Wandregal eingeschlagen. Es
hatte den Kopf des Lehrers nur um wenige Zentimeter verfehlt.
"Ich
habe den starken Verdacht, dass es eine politisch motivierte
Tat ist." Er glaube zwar nicht, dass es ein Mordanschlag
sein sollte. "Aber es sollte mir Angst einjagen",
so der 48-jährige, der sich seit vielen Jahren in Initiativen
gegen Rechtsextremismus und neonazistische Gewalt engagiert.
Die Polizei geht ebenfalls nicht von einem vorsätzlichen
Tötungsdelikt aus.
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Jan.
03
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Die
Kirtorfer Skinhead-Band Gegenschlag spielt - neben
weiteren Bands - in Schmallenberg-Gleidorf (Nordrhein-Westfalen)
vor etwa 350 Personen. Weiterhin hatte Gegenschlag
- zusammen mit anderen Gruppen - Auftritte in den rheinland-pfälzischen
Orten Bingen (im März) und Mörsfeld (im Juni).
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2003
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17.11.02
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Am
17. November führt der NPD-Kreisverband Lahn eine angemeldete
Gedenkfeier mit anschließender Kranzniederlegung am
Kriegerdenkmal des Ersten Weltkrieges in Leun (Lahn-Dill-Kreis)
durch. Daran nehmen etwa 15 Personen teil.
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2002
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16.11.02
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Die
Wände auf dem Pausenhof einer Schule in Steffenberg (Kreis
Marburg-Biedenkopf) werden mit dem Schriftzug "nationaler
Widerstand Rhein" und den Drohungen "Ihr sollt alle
sterben"; "Die Nazis holen Euch!", "Nazis
leben ewig, Ausländer nicht!" beschmiert.
(Quelle: Verfassungsschutzbericht Hessen 2002)
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19.10.02
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Am
19. Oktober treffen sich in Kirtorf etwa 50 Skinheads, um
den Geburtstag eines Szeneangehörigen zu feiern. Eine
Live-Band tritt nicht auf.
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2002
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08.10.02
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Die
Garagenwand einer Schule in Fulda wird mit einem Hakenkreuz,
einer SS-Rune und dem Schriftzug "SA" besprüht.
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2002
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08.10.02
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Am
8. Oktober findet auf dem Anwesen in Kirtorf ein Skinhead-Konzert
statt. Es nehmen etwa 50 Personen, hauptsächlich aus
Hessen und Niedersachsen, teil. Während des Konzerts
treten fünf Mitglieder der amerikanischen Skinhead-Bands
Aggressive Force, Max Resist und Intimidation
One auf.
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2002
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25.08.02
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Auf
einem Volksfest in Nieste (Landkreis Kassel) beleidigt ein
48-jähriger ein dunkelhäutiges Kind mit den Worten:
"Guck dir die mal an, die Indianerin oder Ausländerin,
die sollte man vergasen. Wenn es meine Tochter wäre,
hätte ich sie schon längst erschlagen".
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2002
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21.06.02
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In
einem Steinbruch bei Grebenstein (Landkreis Kassel) versammeln
sich am 21. Juni zur Sommersonnenwende etwa 80 Skinheads und
Neonazis aus dem Raum Kassel und Göttingen. Das Treffen
ist als private Familienfeier angemeldet und genehmigt worden.
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2002
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20.04.02
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Am
20. April feiert die Szene des Vogelsbergkreises auf dem Anwesen
eines Skinheads aus Kirtorf Hitlers Geburtstag. Der Skinhead,
der selbst an diesem Tag Geburtstag hat, hatte frühzeitig
zu dieser Feier eingeladen. Die etwa 70 Personen kommen zum
großen Teil aus Hessen.
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2002
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31.03.02
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Am
31. März findet in Kirtorf ein überregionales Treffen
der Hooligan-Szene unter Beteiligung von Skinheads statt.
Dabei spielt die Skinheadband Kategorie C (Bremen).
An der Veranstaltung auf dem Wiesengrundstück eines Rechtsextremisten
aus Kirtorf nehmen etwa 600 Personen aus dem ganzen Bundesgebiet
teil. Ursprünglich war die Veranstaltung als Feier des
"Fanclubs Borussenfront" (bestehend aus Neonazis,
Skinheads und Hooligans) anlässlich seines 20jährigen
Bestehens in Dortmund geplant gewesen. Nachdem die Veranstaltung
dort verboten worden war, verlegten die Organisatoren diese
kurzfristig nach Kirtorf.
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2002
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02.03.02
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Am
2. März soll auf dem Anwesen in Kirtorf (Vogelsbergkreis)
ein Konzert mit der Band Hauptkampflinie HKL (Kassel)
stattfinden. Die Versammlungsbehörde untersagt die Veranstaltung.
Dagegen legen die Skinheads erfolglos Rechtsmittel ein. Trotz
Verbots stellt die Polizei am Veranstaltungstag rund um das
Gelände anreisende Besucher, u.a. aus Sachsen, Brandenburg,
Thüringen, Niedersachsen und Bayern, fest. Insgesamt
kontrolliert die Polizei 194 Personen, spricht 77 Platzverweise
aus und stellt 60 Tonträger sicher.
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2002
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23.02.02
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Am
23. Februar treffen sich auf einem Grundstück in Kirtorf
(Vogelsbergkreis) etwa 100 Personen, überwiegend aus
der Umgebung. Eingeladen hatte hierzu ein Skinhead aus Grünberg
(Landkreis Gießen), der seinen Geburtstag feiert. Die
Polizei stellt bei Kontrollen auch Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen,
Hamburg, Niedersachsen und Bayern fest.
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2002
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09.12.01
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Unter
dem Motto "Wir trauern um die DM und kämpfen für
die Souveränität unserer Währung und damit
auch unseres Volkes" demonstrieren in Ehringshausen (Lahn-Dill-Kreis)
am 9. Dezember rund 25 Anhänger der NPD. Erwartet hatte
die Partei jedoch bis zu 150 Teilnehmer.
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2001
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18.11.01
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Zu
einem Schweigemarsch, angemeldet vom NPD-Kreisverband Lahn-Dill,
versammeln sich am 18. November in Leun etwa 30 bis 40 Personen
aus der regionalen Anhängerschaft. Am Kriegerdenkmal
des Ersten Weltkrieges legen sie einen Kranz nieder.
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2001
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11.11.01
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Am
11. November marschieren 20 bis 30 Skinheads in einem Fackelzug
zum Friedhof in Kirtorf (Vogelsbergkreis), um dort zu Ehren
"ermordeter Kameraden" eine Mahnwache am Kriegerdenkmal
abzuhalten. Ofensichtlich gedenken die Skinheads des Hitler-Putsches
am 9. November 1923 und der dabei getöteten Nationalsozialisten.
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2001
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09.11.01
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Am
9. November findet auf einem Grillplatz in Neuenstein-Raboldshausen
(Landkreis Hersfeld-Rotenburg) ein Konzert statt, an dem etwa
200 Personen teilnehmen. Es spielten die Skinhead-Bands Garde
18, Selection (Sachsen) und Gegenschlag
(Kirtorf). Bei einer vierten Band handelt es sich um eine
Black-Metal-Gruppe mit Namen Totenburg (Thüringen),
die bereits des öfteren auf Skinhead-Konzerten auftrat.
Drei Rechtsextremisten hatten das Konzert unter dem Vorwand
einer Geburtstagsfeier bei der Gemeindeverwaltung angemeldet.
Anreisenden Besuchern wurden lediglich Treffort und -zeit
mittels Mobiltelefon durchgegeben. Vom Treffort lotsten die
Organisatoren die Skinheads zum eigentlichen Veranstaltungsort.
Bei Kontrollen wird ein Polizeibeamter leicht verletzt.
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2002
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29.09.01
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Am
29. September feiern ungefähr 100 Skinheads an einer
Grillhütte bei Philippstein (Lahn-Dill-Kreis) die "erste
Party der Assifront" und spielen dabei einschlägige
Musik von einem CD-Player.
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2001
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25.08.01
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Am
25. August demonstriert in Heuchelheim der NPD-Kreisverband
Gießen unter dem Motto "Strafen für Kinderschänder".
Daran nehmen etwa 60 Rechtsextremisten teil. (Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2001)
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Aug.
2001
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Unter
dem Motto "Nationaler Wandertag" lädt im August
die Kasseler Kameradschaft, dahinter verbergen sich Skinheads
aus Kassel und Umgebung, erstmalig zu einer Veranstaltung
ein. Dem Aufruf folgen etwa 50 Skinheads aus dem Vogelsbergkreis,
dem Rhein-Main-Gebiet und Berlin. Die Polizei überwacht
den Wandertag.
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2001
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11.08.01
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Am
11. August treffen sich auf dem Gelände eines ehemaligen
NATO-Lagers in der Nähe von Rabenau-Geilshausen (Landkreis
Gießen) etwa 100 Personen zu einer als privat deklarierten
Geburtstagsfeier. Dabei spielt eine Heavy-Metal-Band. Ein
Skinhead aus Mittelhessen hat die Feier, zu der auch Skinheads
aus Nordrhein-Westfalen und aus den neuen Bundesländern
angereist sind, organisiert. Nach Beginn des Konzerts verständigt,
löst die Polizei die Veranstaltung auf.
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2001
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Juni
2001
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In
Gilserberg (Schwalm-Eder-Kreis) treffen sich Ende Juni Skinheads
auf dem örtlichen Sportplatz. Das ursprünglich als
Konzert geplante und als Geburtstagsfeier angemeldete Treffen
wird von der Polizei verhindert. Die etwa 80 Skinheads kommen
aus dem Kreis Offenbach, dem Raum Gießen, dem Vogelsbergkreis
sowie vereinzelt aus Hamburg und Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern).
Nicht alle Skinheads gelangen zum Veranstaltungsort, da die
Polizei Platzverweise ausspricht.
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2001
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16.06.01
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Neonaziaufmarsch
in Göttingen. Versammlungsleiter ist Holger Apfel. Apfel
ist heute Vorsitzender der NPD-Fraktion im sächsischen
Landtag.
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01.05.01
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Am
1. Mai versucht in Gießen-Lützellinden ein ortsbekannter
NPD-Funktionär im Anschluss an eine Neonazi-Demonstration
in Frankfurt/Main ein Konzert mit den Skinhead-Bands Hauptkampflinie
HKL (Kassel), Frontalkraft (Brandenburg), Noie
Werte (Baden-Württemberg) und Faustrecht (Bayern)
durchzuführen. Die Polizei verhinderte das Treffen, bei
dem etwa 500 bis 1.000 Rechtsextremisten erwartet wurden.
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2001
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20.04.01
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Am
20. April trifft sich die Kasseler Szene in einer Gaststätte,
um - getarnt als Familienfeier - Hitlers Geburtstag zu begehen.
Vor und während der Veranstaltung kontrolliert die Polizei
die etwa 50 Teilnehmer. Darunter befinden sich neben Skinheads
auch ehemalige führende Funktionäre der 1995 verbotenen
neonazistischen Organisation Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei
(FAP).
Quelle:
Verfassungsschutzbericht Hessen 2001
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20.08.00
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Nach
einem Fußballspiel in Eschwege überfallen Kasseler
Nazi-Hools mit "Heil Hitler" Rufen ein Punkkonzert.
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19.08.00
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Auf
dem Anwesen des Naziterroristen Manfred Roeder in Schwarzenborn
ist ein "Sommerfest" der Deutschen Bürgerinitiative
mit einem Aufmarsch in Fritzlar geplant. Die Veranstaltung
wird durch den Landrat verboten.
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16.08.00
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Im
Stadtgebiet von Hofgeismar und an der Bahnhofsunterführung
werden an fünf Gebäuden, unter anderem dem Rathaus,
neofaschistische Parolen und Hakenkreuze aufgesprüht.
Damit soll an den Todestag von Rudolf Heß erinnert werden.
Im Raum Hofgeismar agiert der "Gebietsleiter" der
Jungen Nationaldemokraten (JN) N. Giessler.
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12.08.00
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In
Oberkaufungen zetteln neofaschistische Skinheads vor der alten
Reithalle am Lossetalstadion eine Schlägerei an, bei
der vier junge Leute verletzt werden. Einer erleidet einen
Messerstich.
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25.07.00
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In
Bad Wildungen werden Hakenkreuze und SS-Symbole auf Autos
und die Wand des Amtsgerichts gesprüht.
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15.07.00
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Der
jüdische Friedhof in Liebenau-Niedermeiser wird in der
Nacht zum 16.07. geschändet. Ein Gedenkstein wird aus
der Verankerung gerissen und vor das Friedhofsgelände
geschleppt.
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14.07.00
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In
Kassel ist ein Konzert der Gruppen Death in June und
anderer Dark-Wave-Gruppen, die eine große Nähe
zur faschistischen Symbolik und rechten Inhalten aufweisen,
geplant. Nach Informationen des Kasseler Bündnis gegen
Rechts wird dieses Konzert in letzter Minute abgesagt.
Von
Kassel aus agieren weitere Musikgruppen, die der neofaschistischen
Skinhead-Szene zuzuordnen sind, zum Beispiel die Gruppen Hauptkampflinie
(HKL).1999 und 2000 fanden Skin-Musik-Konzerte in Albshausen
und anderen Orten der Region statt.
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22.06.00
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Die
Polizei löst eine neofaschistische Sonnenwendfeier bei
Bad Wildungen auf.
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19.06.00
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Etwa
40 neofaschistische Skinheads aus dem Landkreis Kassel zetteln
auf dem Viehmarkt in Hofgeismar eine Schlägerei an. Angegriffen
werden von den Schlägern, die aus Calden, Nieste, Kaufungen,
Bad Emstal und Söhrewald kommen, vor allem türkische
und deutsch-russische Jugendliche. Erst nach massivem Polizeieinsatz
kann die Schlägerei beendet werden.
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Mai
2000
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In
Nordhessen agieren die Skinhead-Gruppen Blood & Honour
- Sektion Nordhessen und Kameradschaft Gau Kurhessen.
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28/30.4.00
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Im
Landkreis Kassel ist ein Kongress des neofaschistischen Ideologie-Netzwerkes
"Synergies" geplant. Es soll das dritte Treffen
nach zwei "Sababurger Gesprächsrunden" werden.
Beteiligt waren die Deutsch-Europäische Studiengesellschaft
(DESG) und die Thule-Gesellschaft, die im ideologischen
Netz der Neuen Rechten und des Neofaschismus agieren.
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Nov
1999
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Bei
einem Fußballspiel des KSV Hessen Kassel randalieren
Mitglieder des "Fanclubs" Kassel Bombers. Deren
Anhänger, unter ihnen das ehemalige FAP-Mitglied Markus
E., verüben auch bei weiteren Spielen Gewalttaten.
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06.06.98
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Für
den 6. Juni hat die Republikanische Jugend (RJ) Hessen einen
rechtsextremen Aufmarsch auf dem Friedrichsplatz in Kassel
direkt gegenüber der Documentahalle angemeldet. Der Aufruf
der RJ wurde bundesweit über das Internet und die rechtsextreme
Zeitung "Nation und Europa" verbreitet. Als Redner
ist C. Käs, der stellvertretende Bundesvorsitzende der
Republikaner angekündigt, der u.a. für eine Zusammenarbeit
der Republikaner mit der DVU und der NPD eintritt.
Die
Faschisten protestieren gegen die Ausstellung "Vernichtungskrieg.
Verbrechen der Wehrmacht 1941-1944", die seit März
1995 in 18 deutschen und österreichischen Städten
zu sehen ist, und ab dem 25. Mai 1998 auf Einladung der Gesamthochschule
Kassel in der documenta-Halle Kassel gezeigt wird.
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26.10.89
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Ein
typischer Abend zu dieser Zeit in Göttingen: im Laufe
einer Auseinandersetzung verfolgen Polizisten eine Gruppe
AntifaschistInnen.
Am
Abend des 26.10.1989 jagen die Polizisten eine Gruppe in den
fließenden Verkehr. Die Studentin Conny Wessmann wird
von einem Auto erfasst und stirbt.
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21.05.85
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Brandanschlag
auf das gerade eingeweihte Mahnmal "Die Rampe" auf
dem Gelände der Gesamthochschule Kassel. Die Künstlerin
E.R. Nele hat in diesem Ausstellungsstück ihre eigenen
Kindheitserfahrungen verarbeitet, denn sie ist täglich
den Kolonnen der Zwangsarbeiter begegnet, wenn sie im Krieg
ihre Großeltern in der Nähe der "Henschelei"
besuchte. Dort sah sie die abgemagerten und geschwächten
Arbeiter. Ihre Mutter hat, trotz Verbot, den Zwangsarbeitern
Essen zwischen dem Zaun hindurch gesteckt.
In
der Nacht zum 21. Mai 1985, wurden die Figuren vorsätzlich
angezündet und durch den Brandanschlag zerstört.
Die Täter sind nicht ermittelt worden.
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18.09.69
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Bernd
Lunkewitz demonstriert gegen die rechtsradikale NPD in seiner
Heimatstadt Kassel, plötzlich zieht ein NPDler eine Waffe,
feuert los und trifft Lunkewitz - glatter Durchschuss im rechten
Oberarm.
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